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Endspiel

Summary:

Sanfte Atemzüge lullten sie langsam in einen Kokon aus Sicherheit und Geborgenheit. Morgen. Morgen war der letzte Tag, an dem sie sein Lächeln sah, seine unendlichen blauen Augen. Eanon hatte sie ihn genannt, bevor sie wusste, wer er war, wer er werden würde. Ihr Mentor. Ihr bester Freund.

Sora hatte sich damals nicht viel gedacht, als sie das weiße Pferd mit diesen unendlichen blauen Augen versorgt und gerettet hatte, damals, im Alten Wald. Dann Feuer, Schmerz, Angst und Gram. Die Welt stand in Flammen, ihre Welt brannte vor ihren inneren Augen, das Netz aus feinen Narben schmerzte, als die Erinnerungen verblassten.

Notes:

Ähm, ja meine dritte Geschichte ohne die zwei davor beendet zu haben. Who are you? weiß ich nicht, wann ich weiterschreiben werde, vielleicht kremple ich das ganze Konzept um.
Endspiel wird eine lange Geschichte und lange dauern zu updaten, da ich nicht die schnelleste Tipperin bin. Ich schreib die Geschichte per Hand und tippe sie danach ab.
Ich hoffe, ihr habt Freude daran, die Idee kam mir, als ich zehn Jahre alt war und in Norwegen langlaufen war. Ist so mein größtes Projekt.

Chapter 1: 1. Mythos Gib niemals deine Träume auf 1. Kapitel Das zweiseitige Gesicht

Chapter Text

Das Lächeln umtanzte ihre Lippen wie eine Gamera ihre Partnerin oder Partner. Halbgeschlossenen Augen verfolgten das sanfte Wiegen der Gräser im Winde, währende eine dunkle Wolkenwand sich mit atemberaubender Geschwindigkeit näherte. Das noch feuchte Gras kitzelte ihre nackten Waden und Füße, ihre Hände locker auf ihren Knien und ihre roten Haare tanzten im Winde. Sora seufzte selig auf und sog den Geruch der Natur in sich auf, nach einem langen harten Tag in der Kriegsschule für Jungen und Mädchen.

Mit einem Schlag klappten die Augen des jungen Mädchens auf und hektisch rappelte sie sich auf. Mama hatte gesagt, sie sollte rechtzeitig zurück sein, schließlich musste der Zaun für die Ziegen noch geflickt werden. Ihre Beine trugen Sora flink über die weite Grasebene und lachend legte sie einen kurzen Sprint ein, ehe sie wenige Minuten die ersten Umrisse der Eichenfarm, die seit langem im Besitz ihrer Eltern war erkennen konnte.

Ihr Zuhause.

Ein wenig außer Puste stolperte das rothaarige Mädchen durch die Tür und schrie zwischen zwei Atemzügen: „Bin wieder da!“ Zuerst regte sich nichts, also nahm Sora an, dass ihre Eltern draußen waren, doch dann erschien ihre Mutter, Hände in ihre Hüfte gestemmt und das von der Arbeit verschmutzte Gesicht vor Entrüstung verzogen. „Soraya Affinstean.“ Oh weia. Der Ton versprach Ärger.

Sora kaute auf nervös auf ihrer Unterlippe und versuchte beschämt dreinzusehen, was ihr wahrlich nicht gelang. „Äh, schöner Tag, Mama?“, versuchte sie es und kratzte sich verlegen unter ihrem Stirnband. „Junges Fräulein, du bist zu spät. Mal wieder. Jetzt zieh dich um, hopp, hopp, der Zaun flickt sich nicht von selber. Papa wartet schon.“ „Wäre doch mal was Feiness“, rief Sora über ihre Schulter, während sie die Treppe hochrannte, nahm dabei zwei Stufen auf einmal, kletterte flink wie ein Eichhörnchen die Leiter zum Dach hinauf und befand sich schließlich in ihrem kleinen Zimmer.

Eilig tauschte sie ihre knielange Hose gegen eine geraffte aus und warf sich ein weites Top über. Wenig später trat die Rothaarige durch die hintere Tür und folgte dem Trampelpfad zu der zweiten Weide, wo sie ihren Papa vermutete. Ihre scharfsinnigen Augen entdeckten ihn auch relativ schnell und Sora machte sich an die Arbeit ran.

„Na Waldschrat, wo hat’s denn dich dieses Mal hin verschlagen?“, lächelte ihr Vater und zupfte Moss aus ihren dunklen Locken. „Nirgends besonderes“, entgegnete die kleine Rothaarige verlegen und schlug genervt die nervigen Hände fort. Ihr Vater betrachtete sie nachdenklich aus seinen klaren Augen und strich sich über den Bart. „Wenn das so ist… Aber jetzt bin ich neugierig. Hast du wieder IHN getroffen?“ „Papa“, rief Sora und stieß ihm mit den Ellenbogen in die Rippe, während sie versuchte ihr rubinrotes Gesicht zu verbergen. Sie widmete dich wieder ihrer Arbeit zu, schlug sich dabei aber fast den Hammer auf die Hand.

„Ich nehm das jetzt mal als ein Ja. Habt ihr zusammen gekämpft?“ Das Mädchen schüttelte den Kopf. „Schon seit längerem nicht mehr. Da er ja ein paar Jahre älter ist, sind wir in unterschiedliche Gruppen eingeteilt. Aber ich hab ihm während der Pause zuschauen können.“ Beim Erzählen begannen Soras Augen aufzuleuchten und ihr Gesicht strahlte vor Freude, woraufhin ihr Vater leise lachen musste. Schweigend arbeiteten Tochter und Vater weiter, ruhig nebeneinander in völliger Harmonie, bis Soras Ohren leichte Schritte wahrnahmen, sie den Kopf leicht hob und ihre Mutter kommen sah.

„Na ihr zwei? Schön fleißig?“ „Es würde schneller gehen, wenn du uns helfen würdest“, bemerkte die Rothaarige etwas pikiert und beäugte den Korb. „Uuuh, ist das Holundersirup?“ „Deswegen bin ich doch hier“, seufzte ihre Mama und wandte sich ihren Mann zu. „Wie weit seit ihr Jonas?“ „Fast fertig. Unsere kleine Echomaia war so schnell wie immer.“ Sora grinste nur und nahm einen kräftigen Schluck von dem süßen Getränk. „Paps hat nur geredet! Ich musste die ganze Arbeit machen. „Ist das so?“, fragte Soras Mama mit hochgezogenen Augenbrauen. „Das Typische Mara.“ „Also ging es um Soras kleinen Liebesrausch“, schlussfolgerte sie und wandte sich mit einem wissenden Lächeln ihrer Tochter zu, die ihr Pech kaum glauben konnte. Einer war ja schon schlimm genug, aber gleich beide? Im Doppelpack?

Bei den Echomaian, das Glück war ihr aber auch nie gewonnen… „Mama“, stöhnte die Rothaarige. „Nicht du auch noch.“ „Du solltest mich kennen, Liebling. Solch eine Gelegenheit lass ich mir gewiss nicht entgehen.“ Grummelnd fixierte das Mädchen die zwei Pfähle und versuchte sich mit der Arbeit abzulenken. Was hatte sie damals dazu geritten ausgerechnet ihren Eltern von Tobias zu erzählen? Aber zu ändern war es leider auch nicht mehr. Mit schwerem Herzen berichtete Sora ihren Eltern von dem kurzen Augenblick, in dem sie gemeint hätte Tobias hätte ihr zugezwinkert und fiel in ihre alten Gewohnheiten zurück von dem älteren Jungen zu schwärmen.

Ihre Eltern lächelten sie nur warm an und Sora konnte schwören, dass die Röte ihr noch tiefer in die Wangen kroch. Mit einmal überschattet ein dunkler Ausdruck das Lächeln ihrer Mama und besorgt wandte Sora sich zu ihr um. „Alles in Ordnung, Mama?“, fragte sie. Mara schüttelte ihren Kopf und warf Jonas einen kurzen Blick aus dem Augenwinkel zu. „War… ER dann auch da?“ Die junge Rothaarige wusste sofort, wen Mama meinte, wenn sie diesen Ton anschlug und ihre Miene verfinsterte sich abrupt. „Ich meine ihn kurz gesehen zu haben, aber ich bin mir nicht sicher. Mit seinen Fähigkeiten kann er auch nur zwei Atemzüge neben mir stehen und ich würde es nicht bemerken.“

Jonas nickte nachdenklich. „Auch wenn du vorsichtig sein solltest, musst du aufpassen, dass du nicht paranoid wirst. Ich bin mir sicher, dass er keine bösen Absichten hegt.“ Sora schnaubte nur abfällig und begann das Werkzeug fortzuräumen. „Solang er mich in Ruhe lässt, hat er nichts zu befürchten.“ Jonas lächelte sanft, sodass kleine Fältchen unter seinen Augen entstanden und legte einen Arm um die Schulter seiner Tochter. „Vergiss bei allen nicht, dass wir sehr stolz auf dich sind, kleine Echomaia.“ Ein warmes Gefühl breitete sich in Sora aus, zog angenehm in ihrem Magen und wärmte ihren ganzen Körper von Kopf bis Fuß.

OoooooooooO

Sora wurde an einem kalten und schneeigen Tag im Januar vor zehn Jahren auf der Eichenfarm geboren. Ihre Eltern erwarben den Hof, als Mara merkte, dass sie schwanger war und beide daher beschlossen ihr Nomadenleben aufzugeben, um für ihre ungeborene Tochter sorgen zu können. Die Farm war vielleicht sechs Meilen von Neetha entfernt, wo die kleine Familie ihr Gut absetzten konnte.

Seit Sora vier Jahre alt war, besuchte sie die Vierjahreszeitentrainingsschule, wo Kindern bis 18 Jahre das Kämpfen beigebracht wurde. Sechs Jahre war die kleine Kriegerin also schon dort und schätze und liebte es über alles. Im Gegensatz zu den anderen hatte Sora bereits eine enge Bindung zu ihrem Übungsschwert aufgebaut und würde sicherlich traurig sein, wenn sie es übergeben musste.

Der Rotschopf seufzte bei dem Gedanken auf und legte den Löffel beiseite, während sie ihr Kinn auf die linke Hand abstütze. „Soraya“, mahnte ihre Mutter sie. „Setzt sich gerade hin, was ist denn jetzt schon wieder los?“ Die Zehnjährige zuckte zusammen und richtete sich ruckartig auf. „Nichts“, sagte sie schnell. „Nur ein paar kindische Gedanken.“ Das Gesicht ihres Vaters nahm einen weichen Ausdruck an und legte seine Hand auf ihre Schulter. „Keine Gedanken sind kindisch, wenn sie dich bedrücken, kleine Echomaia.“

Doch Sora schüttelte nur ihren Kopf. „Ist nicht wichtig.“ „Was hast du heute vor, Liebling?“, nahm Mara den Gesprächsfaden wieder auf und begann mit Jonas den Tisch abzuräumen. Sora schluckte ihren letzten Bissen hinunter und half ihren Eltern, nachdem sie sich etwas Essbares in den Rucksack gepackte hatte. „Ich wollte den Wald ein wenig erkunden, war schon lang nicht mehr dort, ich hab heut keine Aufgaben, oder? Zur Schule muss ich auch nicht.“ Mama schüttelte ihren Kopf. „Du bist frei wie ein Vogel. Zumindest für heute. Morgen muss das Dach des Heulagers repariert werden. Es ist mal wieder undicht.“ Die Rothaarige sah besorgt auf.

Nässe würde bedeuten, dass das Heu schimmeln würde, welches extrem wichtig für die Ziegen war. Als Wiederkäuer musste das Futter genug Struktur haben, sonst könnte das zu Krankheiten wie der Azidose führen. „Morgen werde ich mich darum kümmern“, versprach der Rotschopf und hastig sprang sie auf. „Ich bin dann mal weg“, rief sie und lief aus der Tür hinaus. „Sei vorsichtig“, riefen ihre Eltern und Sora winkte, ehe sie mit schnellen Füßen im Gras verschwand.

OooooooooO

Ein stetiger Wind blies der jungen Kriegerin ins Gesicht, als sie durch das große Feld schritt. Neetha lag sehr nah am Meer, sodass man selbst den Meeresgeruch bis hier hin riechen konnte. Oder Sora hatte einfach eine feine Nase. Dicke Wolken zogen am Himmel vorbei und der Wechsel von Licht und Schatten erzeugte ein herrliches Schauspiel auf dem Boden. Ihr roter Schopf wippte mit jedem Schritt auf und ab und immer wieder hing ihr eine Locke ins Gesicht. Die roten Haare zwischen ihren Finger zwirbelnd betrachtete die kleine Kämpferin ihre Umgebung und entdeckte die Ränder des alten Waldes im Osten. Vielleicht ein Katzensprung von drei Meilen noch, schätze sie und bewegte sich summend weiter. Die Sonne strahlte eine ungewöhnliche Wärme aus und bald entledigte sich Sora ihrem langärmligen Hemd, um der Hitze wenigstens etwas entgehen zu können. Der Wald würde Abkühlung versprechen.

Einige Zeit später erreichte die zehnjährige die ersten Ausläufer des Waldes und lachte auf, als sie das Moos unter ihren Füßen entdeckte. Die Kombination aus Schatten und Wind kühlte ihre erhitzte Haut und der Geruch von Harz und feuchter Erde wehte ihr in die Nase. Soras Finger fuhren über die harte Rinde der uralten Bäume, ertastete das Efeu, welches sich um den Stamm rankte und spürte mit jedem Schritt das pulsierende Leben in diesem Wald. Ihre noch kleinen Füße trugen die Rothaarige über den Waldboden, überquerte zwei Bäche und balancierte über einen umgefallenen Baum. Dieser Wald sprühte vor Leben, es umarmten einen und drang bis in das tiefste Inneres jedes Lebewesen vor. Deswegen war es umso beunruhigender, den Mangel an erster Stelle zu erfühlen. Sora hielt abrupt inne und horchte.

Ihre Ohren zuckten unter dem Stirnband im verzweifelten Versuch irgendein Geräusch zu erhaschen. Es war still. Unheimlich still. Normalerweise sangen die Vögel im Geäst der Bäume und ab und zu hörte man das Unterholz knacken, wenn sich das Waldtier nicht vorsichtig genug bewegte. Der Körper der jungen Kriegerin spannte sich an, zuckende Finger, griffbereit für den kleinen Dolch an ihrem Gürtel und die Augen scharf verengt. Langsam setzte sich Sora in Bewegung, ein Fuß vor den anderen, immer darauf bedacht so wenig wie möglich Geräusche von sich zu geben, falls diese unnatürliche Stille und Ruhe unterbrochen wurde.

Abrupt kam sie wieder zum Stehen und zog scharf die Luft ein. Die Luft begann zu knistern, setzte sich in Bewegung und umkreiste die zehnjährige. Ein Schauer rann über ihren Rücken, der Wind strich über ihren frei gelegten Nacken und alle Härchen auf ihrem Körper stellten sich auf. Magie war hier am Werk und Sora spürte es wie eine zweite Haut. Was ging hier vor sich? Ihr Atem kam stoßweise, laut und klar und das Herz hämmerte ihr bis zu den Ohren. Es… war zu viel. Viel zu viel an Magie für diesen Bereich von Aventurien. Das rothaarige Mädchen kannte diesen Wald, seit sie laufen konnte und noch nie, noch nie hatte sie diese unnatürliche Menge und Konzentration an Magie gefühlt. Also musste sie von einer anderen Quelle kommen, einer Quelle, die nicht zu diesem Ort gehörte. Ein Fremdling.

Mit einmal hallte ein undurchdringlicher Schrei durch den Wald, kristallklar, kalt, eisig und voller Schmerz. Sora zuckte zusammen, fuhr herum, ihre Augen und Ohren hektisch am Bestimmen der Position des Schreies, obwohl es schwierig war genau zu sagen, woher er kam. Normale Menschen rennen genau in die gegengesetzte Richtung, tadelte eine Stimme in ihrem Kopf, die verdächtig nach ihrer Mama klang. Tschuldige Mama, aber ich bin nicht normal, dachte Sora und legte einen Zahn zu. Sie konnte kaum sagen, ob sie immer noch in die richtige Richtung lief, da der Schrei schon eine Weile her war, aber Soras Instinkte drängten sie vorwärts und im Normalfall waren auf sie auch Verlass.

Die Zehnjährige mochte gerne von sich sagen, dass sie selten ein Anblick erschütterte und dass sie einen relativen guten Magen hatte, aber das, was sie wenige Sekunden später vor sich fand, drehte ihr den Magen um. Blut tropfte von den Ästen, sammelten sich in kleinen Pfützen und zogen eine Spur zu etwas Perlweißen, was bewegungslos am Boden lag. Tapfer schluckte die Rothaarige die Säure hinunter, atmete tief durch und bewegte sich vorsichtig zu dem verletzten… etwas.

Sollte es ein Tier sein, musste sie unglaublich Acht geben, da diese sich am verwundbarsten fühlten und alles als Gefahr ansahen, wenn sie verletzt waren. Sora wollte ihrer Mutter keinesfalls wieder irgendwelche Biss- oder Kratzwunden erklären müssen. Je näher die kleine Rothaarige sich an die Kreatur näherte, desto unruhiger und angespannter wurde diese. Irgendwas stimmte hier nicht. Und sie hatte ein ganz mieses Gefühl.

Endlich konnte sie ein paar Körperteile ausmachen, als sie sich langsam aber stetig ran tastete. Zuerst vielen ihr die Hufe auf. Dann die seltsam verdrehten Beine mit glänzendem weißen Fell bestückt. Ein Schweif, welcher in einer Blutlache lag und zuckte, als Sora das Tier erreichte. Ein Pferd also. Trotzdem wagte die junge Kriegerin es nicht aus ihrer gebückten Haltung herauszugehen und umrundete das Tier langsam, als sie das Problem aus erster Hand sah. Der linke Vorderläufer war komplett aufgerissen, an der Flanke waren mehrere offene Wunden und am rechten Hinterläufer steckte ein pechschwarzer Pfeil mit weißer Feder.

„Verdammt“, flüsterte die Zehnjährige und ging in die Hocke. Auf den ersten Blick sah es mehr als schlimm aus. Der zweite machte es nicht unbedingt besser. Sora fluchte innerlich und dachte scharf nach, während sie versuchte die Situation einzuschätzen. Das größte Problem war definitiv der hohe Blutverlust, aber was die kleine Kriegerin mehr als beunruhigte war die mangelnde Bewegung und das flache Atmen. Normalerweise kickte in solchen Fällen immer das Adrenalin ein, um den Körper in Schwung zu bringen, aber hier… Der Pfeil stellte sich damit zu einem verdammten Problem heraus. Die Rothaarige würde ihre linke Hand verwetten, nicht die rechte, wenn der nicht vergiftet war. Also musste der raus, auch wenn das nicht unbedingt zur Lösung des Blutverlusts half.

Sora seufzte kurz und begann beruhigend auf das Pferd einzureden, während sie sich an dem Pfeil zu schaffen machte. Zu allem Überfluss war er auch noch an der Spitze verzackt, was sie nach kurzem Ziehen feststellen musste und somit musste der Dolch nachhelfen. Mit bedachten Bewegungen beförderte sie das vermaledeite Ding nach draußen und sofort begann dickes, schwarzflüssiges Blut aus der Wunde zu sickern. Fluchend riss Sora etwas Moos aus der Erde und presste es auf die Wunde, als ein Zittern den Körper des Tieres durchlief.

Mit einmal fand sich Sora im Bann eines hellen Nachthimmels, gesprenkelt mit Sternen. Ihr Mund klappte auf und sie wagte sich nicht zu rühren, während die Augen sie ungehindert anstarrte.

Ewig. Unendlich.

Keine Wörter dieser Welt konnten diese Augen beschreiben, durchdrungen von klaren, weißen Pupillen. Dies war kein Pferd. Zumindest kein gewöhnliches. War dieses Wesen die Quelle der fremden und unglaublich mächtigen Magie gewesen? Der Himmel schloss und öffnete sich in ständiger Bewegung, bis Sora endlich kapierte, dass es blinzelte. Mit einem Schlag wurde Sora bewusst, dass das Blut immer noch nicht aufgehört hatte aus den Wunden zu strömen wie ein verdammter Fluss. „Uhm“, begann sie einfallsreich und presste die verbleibenden Kräuter in ihrem Beutel auf die Wunde, um ihre nicht aufhörenden zitternden Händen eine Beschäftigung zu geben.

Irgendwie hatte Sora so eine dumpfe Ahnung, dass diese unglaublichen, tiefen Augen sie kritisch bei ihrer Arbeit beobachteten und wenn es ein Mensch gewesen wäre, dann hätte die Rothaarige schwören können, dass nicht vorhandene Augenbrauen nach oben wandern würden. Schnell schüttelte sie den Kopf und verscheuchte den lachhaften Gedanken mit einem kleinen Schmunzeln auf den Lippen. Magie hin oder her, das hier vor ihr war immer noch ein Pferd oder doch eher ein Hengst, wie Sora nach einem prüfenden Blick feststellte.

Seufzend wischte das junge Mädchen sich kurz über die Stirn und stellte resigniert fest, dass ihr Gesicht sicherlich so aussah, als ob sie unter einer Blutfontäne gestanden wäre. Mit flinken Fingern tastete sie den Hals ab und stellte mit Entsetzten fest, dass sich böses Blut in der Lunge angestaut hatte. Sora schüttelte grummelnd ihren Kopf. Typisch Tier. Niemals Verwundbarkeit anderen Geschöpfen gegenüber zeigen, selbst wenn es einem selbst schaden würde. Trotzdem, das Blut musste raus und zwar pronto.

Eine Weile tastete die junge Kriegerin den Hals ab, bis sie die Vertiefung etwas weiter unterhalb des Kehlkopfes fand und ein wenig Druck ausübte. Ein Zittern durchlief den Körper des Hengstes, blieb aber stur und machte einfach den Mund nicht auf. Verärgert drückte Sora einfach fester und endlich klappte der Mund auf, sodass das dunkle Blut aus dem Rachen herausfließen konnte. Zufrieden mit sich selbst flößte die Rothaarige behutsam ein paar Kräuter dem Hengst ein, welche die Blutgerinnung ein wenig beschleunigen würden.

Soras Körper hielt mit einmal inne, als ihre zuckenden Ohren Hufgeräusche wahrnahmen. Mehrere. Der Hengst schien es ebenfalls gehört zu haben und machte tatsächlich den Anstand aufzustehen. Oh, nicht mit mir, dachte sie. „He, bist du noch ganz dicht? Du kannst nicht einfach-, hörst du mir überhaupt zu?“, fragte Sora entsetzt, als das Pferd mit den unendlichen Augen auf allen Hufen stand und er Schweif unruhig hin und her zuckte. Die kleine Kriegerin öffnete ihren Mund, verstummte aber gleich wieder, als diese Himmelsaugen der ihren begegneten. Geh, schienen sie zu sagen, doch Sora schüttelte nur heftig ihren Kopf, sodass ihre Haare ihr gegens Gesicht schlugen. Nie würde sie- Mit einmal frischte der Wind auf, begann in den Bäumen zu rauschen und wirbelte ihre rote Haarpracht auf.

Eine unfassbare Kälte begann sich in ihrem Körper auszubreiten, während der Wind immer lauter wurde, bis sie sich die Ohren zu halten musste. Sora spürte den Schrei auf ihrer Haut, feine Prickeln, die sich über ihren ganzen Körper ausbreiteten und über die feinen Härchen ihres Nackens strichen. Millisekunden danach erreichte er ihre bereits verdeckten Ohren und das junge Mädchen keuchte auf. Alles in ihr schrie danach zu rennen, zu fliehen vor dieser Gefahr, dieser kalten Angst, doch Sora rührte sich nicht vom Fleck.

Konnte nicht. Wollte nicht.

Wie von selbst begegneten ihre langweiligen graublauen Augen den Himmelsgestirnen dieser Kreatur und sie wagte es kaum zu atmen, sich kaum zu bewegen. Lauf! Sora stolperte rückwärts, als etwas gegen ihre Brust kollidierte, aber sie verharrte stur auf den kleinen Füßen.                                                                      

LAUF!

Sie fühlte die Druckwelle dieses Wortes, welches die Rothaarige nach hinten warf. Die zehnjährige spürte die Angst, den Schmerz, einfach alle Emotionen, die in dem einzelnen Wort lagen. Zuerst lag Sora wie versteinert da, bis sie sich hastig aufrappelte und mit einem letzten Blick zurück den Worten Folge leistete. Sie rannte, Sora rannte wie noch nie in ihrem jungen Leben zuvor. Stoßweise entwich ihr der Atem aus der Lunge, bildete weißen Dampf vor ihrem Mund und diese eindringende Kälte wollte einfach nicht ihren Körper verlassen.

Lauf… Die Rothaarige hätte helfen können, sie hätte das Gift aus der Wunde entfernen, den Blutfluss stoppen, die Wunde abbinden, nach weiteren Verletzungen suchen müssen… Abrupt kam die Kriegerin zum Halt und fasste sich an ihr feuchtes Gesicht. Tränen. Ein nicht zu endender Tränenstrom rannte ihre Wangen hinab und tropfte auf ihre geballten Hände. Sora schrie vor Frustration auf und schlug mit der Faust in den Boden. Und wieder. Und wieder, bis sich kleine Holzsplitter in ihren Handballen gebohrt hatten und eine blutige Sauerei veranstaltete.

Die kleine Kriegerin weinte nicht. Tat sie grundsätzlich nicht, denn oft war es nur verschwendet Energie, aber irgendwas hatte sie tief in ihrem Innersten berührt. Eine Zeitlang starrte sie nur auf den Waldboden ohne aber wirklich was wahrzunehmen und wartete darauf, dass sich ihr Atem und Herz wieder einigermaßen beruhigten. Kontrollierte Atemzüge. Drein ein, fünf aus, immer wieder, bis sie endlich merkte, dass das Zittern abebbte, ihr Atem ruhig kam und das Herz rhythmisch in ihrem Brustkorb schlug.

Wumm. Wumm. Wumm.

Sora biss ihre Zähne zusammen und kam wieder auf ihre Füße, taumelte ein paar Schritte ehe sie sich wieder fing. Und was jetzt? Die Frage lag wie ein Stein in ihrem Magen, schwer und unverdaulich. Die Rothaarige biss sich auf die Lippe und begann nervös ihre Haare um den linken Zeigefinger zu drehen, während sie ihre Optionen abwog, aber eigentlich hatte sie sich schon entschieden, was sie tun würde. Die junge Kriegerin musste mit eigenen Augen sehen, was mit dem Hengst geschehen war, ob er wohl auf war oder was genau geschehen war.

Mit schnellen Schritten und immer noch gegen den Schwindel ankämpfend, suchte die Rothaarige den Weg durch die Bäume. Einige Zeit später fand sich Sora am selben Ort wieder, nur dass nichts, aber auch gar nichts von der Kreatur zu sehen war. Die zehnjährige versuchte die Enttäuschung herunter zu kämpfen, die in ihr aufwallte und bemühte sich eher erleichtert zu sein, dass der Hengst es geschafft hatte wovor auch immer zu fliehen. Allerdings stellte Sora nach genaueren Hinschauen fest, dass sämtliches Blut, was von den Ästen getropft war und den Boden besprenkelt hatte… verschwunden war. Die Rothaarige blinzelte einmal, dann zweimal, aber das Blut wollt einfach nicht aufhören nicht… da zu sein.

Seufzend ging sie in die Hocke, um den Erdboden nach irgendwelchen Spuren zu untersuchen. Nachdem sich das aber als Zeitverschwendung herausgestellte hatte, machte sich Sora wider Wille auf den Weg nach Hause. Es müsste eh bald Essen geben. Trotz allem wollte die Sache ihr nicht einfach aus dem Kopf gehen. Blut verschwand nicht so einfach, Magie hin oder her. Vor allem… was von diesem Wesen ausging war mehr als nur gewöhnliche Magie, die jedes Geschöpf umgab. Lustlos kickte die kleine Kriegerin einige Äste aus dem Weg, betrachtet die Umgebung aber mit hochgezogenen Augenbrauen und scharfen Blick. Wo kam denn diese diesige Luft her? Sora zog ihre Nase hoch und bekam einen Hustenanfall. Keuchend schnappte sie nach Luft und hielt verdutzt inne. Das roch doch verdächtig nach Rauch, aber der Wald war viel zu feucht, um zu brennen.

Nein! Sora stolperte vorwärts, versuchte ihre bereits ausgelaugten Beine zu mehr Tempo zu bewegen, als ihr ein verheerender Verdacht kam. Nein! Nicht ihr… Die Rothaarige wusste, dass die aufflammende Panik ihr nicht unbedingt vom Vorteil war, doch gelang es ihr nicht, sich in irgendeine Art und Weise zu beruhigen. Fast über ihre eigenen Füße fallend rannte Sora durch den Wald, ließ die Ausläufer hinter sich liegen und erreichte die weite Grasebene. Ihre Beine brannten wie Feuer, die Muskeln verkrampft und angespannt und ihre Lunge sog gierig jeden einzelnen Atemzug ein. Es konnte nicht wahr sein. Durfte einfach nicht.

Kalt.

Angst war eiskalt und lähmend, ließ den Körper erstarren, gefrieren mit einer eisernen Hand und ließ ihn nicht wieder los. Sora brachte ihren Körper bis an seine Grenzen, sie wusste es, spürte es, aber konnte nicht anders. Ein Mal, ein einziges Mal musste ihr Leib stärker sein als sie selbst. Vielleicht, vielleicht täuschte die zehnjährige sich. Vielleicht war heut wirklich nur ein diesiger Tag. Sora musste sich geirrt haben. Bitte. Bitte. Doch jede Hoffnung wurde zerstört, als sie die ersten Felder der Farm erreichte und endlich ihr Zuhause sah. Die Eichenfarm stand in Flammen.

OoooooooO

Wie ein Damm, der brach, rollten Tränen über die Wangen des jungen Mädchens und zugleich zitternd und wankend sie auf das Feuerinferno zu. Die Hitze schlug ihr wie eine Faust ins Gesicht, doch die kleine Kriegerin war wie in Trance, gefangen in einem nicht endenden Albtraum. „Mama“, flüsterte sie zittrig, als sie im Türrahmen stand, über ihr die brennenden Balken und die bereits eingestürzte Treppe. „Paps… “Mit bebenden Händen fuhr sich Sora über die Augen, bedeckte aber gleich ihren Mund, als ein Hustenanfall sie durchschüttelte. Hatte vermutlich nicht so viel Sinn. Wenn Sora nicht wie durch ein Wunder von einem herabfallenden Balken sterben würde, dann mit Sicherheit wegen Kohlenstoffmonoxid.

„Mama! Paps!“, schrie bzw. hustete die Rothaarige eher über das Getöse der Flammen hinweg, doch keine Antwort war zu hören. Sora schrie wieder, mittlerweile mehr zusammenhängend loses Zeugs als Wörter, doch sie war bis in ihr tiefstes Innerstes verzweifelt. Die zehnjährige manövrierte durch das Haus, rief immer wieder nach ihren Eltern, die Stimme schon kratzig und heißer, aber ohne Erfolg. Immer mehr Tränen liefen über ihr Gesicht, nicht nur wegen der Angst und Frustration, sondern war der Rauch mittlerweile so stark geworden, dass sie fast nichts mehr sah. Mit einmal vernahm Sora ein lautes Knacken über ihr und noch gerade so rechtzeitig konnte sie sich aus der Bahn werfen, als die Decke zusammenbrach und die Stelle, wo sie gerade eben gestanden war vollständig unter sich begrub.

Wie erstarrt stand Sora da, ihre Hand hatte immer noch das weite Top über ihrem Herzen gegriffen, welches vor Adrenalin und Schreck laut in ihrem Brustkorb hämmerte. Wumm. Wumm. Schluckend beeilte sich die junge Kriegerin weiter zu kommen und erreichte endlich das Wohnzimmer, während der Schweiß über ihren Körper rann und an ihren Klamotten klebte.

Und dort, unter etlichen Holzstücken lag ein verbrannter Körper. Sie konnte sich nicht abwenden, die Augen gefesselt an diesem Punkt und die rothaarige begann zu beben, zu zittern. Ein fast nicht zu hörender Laut verließ ihr Lippen, welche ohne Unterlass bebten und Schluchzer entwichen immer vermehrt ihren Mund. Übelkeit breitete sich in ihr aus, als sie zurückstolperte und sich davon abhielt sich hier und jetzt zu übergeben. Doch es war zwecklos. Sora würgte und spürte die brennende Magensäure in ihrem Hals, als sie sich erbrach und auf die Knie fiel.

Der Gestank von verbrannten Fleisch wehte ihr in die Nase, ein Geruch, den Sora nie mehr vergessen würde können. Ob es ihre Mutter oder ihr Vater war konnte sie nicht sagen, aber so gesehen war es auch egal. Beide waren tot ungeachtet wo sie lagen. Die Sicht verschwamm vor ihren Augen, die Hände ballten sich zu Fäusten und ein jämmerliches Wimmern verließ ihren Mund.

Warum? Warum geschah das hier?

Sie verstand es nicht, konnte nicht, wollte nicht. Sora dachte an das perlenweiße Pferd, wie es besprenkelt mit Blut auf dem Boden lag und den Tod vielleicht schon akzeptiert hatte. Das Leben war wie ein zweiseitiges Gesicht. Vor ihr waren ihre Eltern tot, gestorben im Flammeninferno und nicht wenige Meilen entfernt hatte die junge Kriegerin ein Leben gerettet. Leben und Tod waren für sie noch nie so nah beieinander gewesen wie jetzt, hier in diesem Moment. Ihre Eltern waren liebevolle Menschen gewesen. Warum also…? Waren starben sie? Warum durfte sie dann leben?

Das Knacken des Feuers ließ sie herumfahren, als die Flammen über die Decken leckten und Funken auf die Zehnjährige hinabregnen ließen. Sora hustete heftig, als ihr eine weitere Rauchwolke entgegenwehte und weitere Tränen in die Augen trieben. Ihre Haut war bereits gerötet, Ruß und Asche bedeckten die Hände, welche von Brandblasen übersät waren, dort, wo die Funken sie getroffen hatten. Sora rutschte auf ihren Knien vorwärts, die Tränen heiß auf ihrem rußverschmierten Gesicht, während ein weiterer Teil der Decke einstürzte.

Doch die Rothaarige kümmerte es nicht mehr. Sie wollte einfach nur zu ihren Eltern. „Bitte.“ Die Worte rollten kaum über ihre kratzige Kehle und blieben fast im Hals stecken. „Bitte“, wimmerte sie und vergrub ihr Gesicht in den Boden liegenden Händen. „Gebt mir meine Eltern-“ Ein weiterer Hustenanfall durchschüttelte sie und japsend schnappte sie nach Luft, was ihren Körper noch mehr dazu veranlasste die schädlichen Schadstoffe aus ihrer Lunge zu bekommen. Die Luft war mittlerweile so dünn, dass Sora nur noch flach über ihre Nase einatmen konnte.

Sie würde hier sterben.

Der Gedanke traf sie wie ein Schlag. Die kleine Kriegerin würde sterben, welches ein schlummerndes Gefühl in ihr erweckte. Vermutlich ihr Lebensinstinkt. Ein bisschen zu spät, nicht?, dachte Sora verbittert.

Rumms. Mit einmal stürzte die restliche Decke über ihr ein, doch Zeit verblieb ihr nicht sich noch in Sicherheit zu bringen. Instinktiv riss sie ihre Arme nach oben, um den Kopf zu schützen. Das Holz schlug direkt neben ihr auf, die Flammen fauchten wie ein wildes Tier und sofort fingen ihre Haare und Klamotten Feuer. Der Schmerz setzte erst wenige Sekunden versetzt ein, dafür umso brennender und quälender und Sora schrie und schrie, als sich die Flammen über ihren Körper ausbreiteten. Verzweifelt versuchte sie ihren Fuß unter den Balken hervorzubekommen, doch der Schmerz ließ sie fast ohnmächtig werden. Der Geruch ihres eigenen verbrannten Fleisches wollte nicht aus ihrer Nase gehen und die zehnjährige hatte noch nie so viel Schmerz und Angst auf einmal in ihren jungen Leben verspürt. Dass ihre Eltern vermutlich auf die gleiche Art und Weise ums Leben gekommen waren, ließ sie fast manisch auflachen. Ein Gedanke pochte noch im hinteren Teil ihres Schädels und gelang durch ihren schmerzverhängenden Schleier zu durchdringen.

Bevor sie endgültig sterben würde, würde sie ohnmächtig werden, eine Funktion des Körpers, wenn der Schmerz zu groß wurde und der Körper einfach abschaltete. Das dürfte bald soweit sein, dachte Sora mit einem bitteren Lächeln. Sie spürte nur noch, wie die Haut sich von ihrem Körper ablöste, sich zusammenzog und einfach abfiel. Ihre Nägel hatten sich bereits gelöst, nur noch blutige Stumpfen, die durch die Hitze mehr Blut abgaben als üblich, da die Wärme die Blutgefäße erweiterte. War nicht irgendein Philosoph so zum Suizid gezwungen worden?

Huh?

Ihr Körper verabschiedete sich wohl langsam. Ihre Gedanken waren so durcheinander, vollkommen luzid. Schwarze Punkte tanzten vor Soras Augen, die Geräusche verstummten und endlich wurde sie von ihrem Schmerz erlöst. Mit offenen Armen empfing die junge Rothaarige die Dunkelheit.