Work Text:
Ray hatte sich auf der Couch ausgestreckt, den Controller in den Händen, lag halb zur Seite verdreht, um den Blick auf den Bildschirm halten zu können. Offenbar war er nach der Arbeit nur schnell in Jogginghose und einen von Skinnys Hoodies geschlüpft, bevor er es sich bequem gemacht hatte.
War Skinny an sich mehr als Recht, üblicherweise hätte er sich einfach dazu gekuschelt. Hatte er an diesmal auch getan, doch eigentlich war er auf etwas ganz anderes aus. Irgendwie war er schon den ganzen Tag on edge und er wusste genau, was dagegen helfen würde.
Sein T-Shirt war er schon los geworden, was Ray zu einem kurzen Aufschauen verleitet hatte.
„Soll ich Pause machen?“, wollte er wissen, hob fragend den Controller.
Skinny zuckte mit den Schultern. „Kannst du, musst du aber nicht, mir ist beides recht“, gab er zurück. An Rays Stelle hätte er in der Antwort früher sofort eine Falle vermutet, dass Aufmerksamkeit tatsächlich verlangt wurde, doch Ray hatte ihm sehr schnell klar gemacht, dass er nicht auf Implikationen zu reagieren bereit war und dass Skinny ehrlich mit ihm reden musste, wenn er verstanden werden wollte.
Und es ging ihm tatsächlich nicht unbedingt um Aufmerksamkeit.
Ohne die Hose herunter zu schieben begann er, Ray zu streicheln, der ein genüssliches Seufzen von sich gab und sich wieder dem Spiel widmete. Währenddessen genoss Skinny einfach das Gefühl, wie er unter seiner Hand zuckte, langsam hart wurde, genoss den Anblick von Ray, der darauf fokussiert war, irgendeinem NPC zuzuhören, eine konzentrierte kleine Falte zwischen den Augenbrauen, unwillkürlich trotzdem seiner Berührung ein wenig entgegen zuckte.
Nach einer Weile griff er doch in die Jogginghose, rieb nachdrücklicher über die weiche Haut, bis Ray ein leises Stöhnen entschlüpfte, dass ihm umso heißer werden ließ. Er selbst war noch nicht ganz hart, als er aufstand, sich schnell der Jeans, Boxershorts und Socken entledigte, aber das würde sich noch schnell genug ändern. Schon allein der kurze Blick, in dem Rays warme Augen über ihn glitten, der sagte, wie sehr ihm Skinnys Körper gefiel, brachte ihn weiter in Stimmung.
Mit einem Griff unter den Couchtisch hatte er eine kleine Tube in der Hand, drückte ein wenig Gel auf seine Finger. Ließ es tatsächlich kurz ein wenig warm werden, ehe er sie um Rays Schwanz schloss, ein Seufzen erntete. Im nächsten Moment war er wieder auf Rays Schoss, positionierte sich über ihm, ließ sich auf ihn sinken.
Genau das hatte er schon den ganzen Tag gewollt. Ohne echte Dringlichkeit, nicht auf die Art, bei der sie im Flur über einander herfielen, so schnell wie möglich dem anderen an die Wäsche wollten, sondern genau so. Ganz langsam und entspannt; er nahm sich alle Zeit der Welt. Liebe das Gefühl, wie Ray in ihn eindrang, sein Körper ihn aufnahm, dieses kurze Stocken in Rays Atem, das Zucken seiner Hände.
Sein eigener Atem kam keuchend, inzwischen war er vollständig hart, begann, sich auf und ab zu bewegen, immer eben weg. Beugte sich vor, darauf bedacht, Rays Armen nicht in die Quere zu kommen, küsste seinen Nacken.
„Hm, du fühlst dich gut an“, seufzte er, stahl einen schellen Kuss, als Ray ihn kurz ansah. Vom Fernseher ertönte das Geräusch, das besagte, dass Ray gerade gestorben war.
Tief in Skinnys Magen kribbelte es, doch viel wichtiger war die zähflüssige Wärme, die sich in seinem ganzen Körper ausgebreitet hatte – es war einfach schön, Ray zu spüren, in sich, aber auch den Hoodie gegen seine Brust, ihn riechen zu können, die Reste seines Deos und ein wenig Schweiß. Ein Hauch von Leder, den Skinny sich vielleicht nur einbildete.
Nur ein wenig veränderte er seinen Winkel, traf unerwartet den richtigen Punkt, stöhnte auf. So schnell hatte er das eigentlich gar nicht beabsichtigt, doch jetzt konnte er sich nicht mehr zurückhalten, musste ein wenig schneller werden, wieder und wieder genau diese Bewegung wiederholen.
Der Druck in ihm nahm zu, erst recht, als Ray immer stärker der Bewegung folgte.
Dann klapperte der Controller auf den Tisch, schlagartig schlossen sich Finger um Skinnys Hüfte, glitten in seine Haare, Ray zog ihn in einen hungrigen Kuss, mehr Zunge als alles andere.
„Du bist so schön“, murmelte Ray, sobald sich ihre Lippen von einander lösten und Skinny entschlüpfte ein verdammt peinliches Geräusch. Aber er hatte sich noch nicht daran gewöhnt, dass Ray ihn so nannte. „Genau so, nimm dir einfach, was du brauchst.“
Immer gieriger bewegte Skinny sich, und als Ray ihn erneut küsste, die Füße aufstellte und richtig seinen Rhythmus aufnahm, wusste er, dass es nicht mehr lange dauern würde.
