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Language:
Deutsch
Stats:
Published:
2025-02-02
Words:
1,083
Chapters:
1/1
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4
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51
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466

I'll tell you the truth, but never goodbye

Summary:

‘Ich bin echt scheiße in so was und du weißt das, Leo. Aber wenn du mich hören kannst, dann hör bitte jetzt zu, ja?’, flehte Adam und ließ einen lauten Atemzug entweichen.

oder; Adam sitzt an Leos Krankenbett.

Notes:

Dies ist die erste deutsche Fanfic, die ich geschrieben habe, seit ich 13 bin, also seid nett zu mir. Ich schreibe normalerweise englische Texte und wusste gar nicht, wie sehr man es verlernen kann, fiktive Geschichten in seiner eigenen Muttersprache zu schreiben :D

Titel ist von Taylor Swift. Obviously.

Bin für jedes Feedback dankbar. Viel Spaß beim Lesen :)

——————

Work Text:

Piep. Piep. Piep. Immer wieder durchbrach es die Stille des Krankenhauszimmers. Es war das einzige Versprechen, das noch Hoffnung gab, dass Leo noch lebte. Adam saß regungslos auf dem Stuhl neben seinem Bett, vorgebeugt, beide Hände umschlungen um Leos Hand, die reglos auf dem steril weißen Laken lag. Seine Augen waren auf Leo gerichtet, auf seinem blassen Gesicht, den Narben, den Schläuchen.

Immer wieder durchzuckten Erinnerungen an die Explosion seinen Kopf. Er erinnerte sich an das Adrenalin, den Geruch, die Panik und an die Stille nach dem Knall. Diese unerträgliche Stille. Es war die gleiche Stille, die ihn jetzt umgab, abgesehen von diesem unerträglichen Piepen.

Adam atmete tief ein und fuhr sich müde durchs Haar. ‘Mensch, Leo, eigentlich bin doch immer ich derjenige, der abhaut’, murmelte er mit einem leisen Schmunzeln, doch seine Stimme verriet ihn. Sie war rau vom Schlafmangel und das leise Schmunzeln blieb ihm im Hals stecken. ‘Aber du… du warst immer da. Selbst wenn ich nur alleine sein wollte, du bist nie abgehauen. Also fang verdammt noch mal jetzt nicht damit an.’

Adam beobachtete Leos Gesicht, hoffend, dass sich etwas regen würde. Doch es passierte nichts. Er hatte noch nie so lange mit ihm geredet, ohne eine Antwort von Leo zu bekommen. Nicht einmal, wenn sie sich gestritten hatten. Immer wieder erklang dieses nervige Piepen. Adam hasste dieses verdammte Piepen.

‘Ich bin echt scheiße in so was und du weißt das, Leo. Aber wenn du mich hören kannst, dann hör bitte jetzt zu, ja?’, flehte Adam und ließ einen lauten Atemzug entweichen.

‘Kannst du dich noch an den einen Tag erinnern, als wir auf dem Hochsitz saßen und meine Eltern nicht zu Hause waren? Wir waren vorher im Wald unterwegs und sind einfach nur herumgelaufen. Ich glaube, das war das erste Mal seit Jahren, dass ich mich für einen Moment frei und unbeschwert gefühlt habe.’ Adam lächelte schwach.

‘Immer, wenn wir zusammen waren, konnte ich für einen Moment die ganze Scheiße mit meinem Vater vergessen. Du warst immer da, hast mich immer beschützt. Egal, wie sehr ich dich manchmal von mir stoßen wollte.’ Eine Träne lief ihm über das Gesicht. Schnell wischte er sie mit seiner rechten Hand weg, um Leos Hand nicht länger als nötig loszulassen.

‘Du hast mich nie aufgegeben, und ich werde dich nicht aufgeben. Das verspreche ich dir.’ Seine Stimme zitterte leicht, doch sein Blick blieb fest auf Leos Gesicht gerichtet. ‘Ich habe mich damals nie getraut, es dir zu sagen, aber wie sehr wollte ich dich auf dem Hochsitz küssen. Ich war nur verdammt noch mal viel zu feige. Ich weiß, das ist jetzt vielleicht überraschend für dich, oder vielleicht auch nicht, denn du warst immer der Einzige, der wirklich wusste, wie es in mir aussieht.’

Adam spürte, wie sein Herz mit jedem Wort schneller gegen seine Rippen hämmerte. ‘Also, wenn du jetzt aufwachst, Leo, ich verspreche dir, ich werde nicht mehr feige sein. Du bekommst das ganze Paket, ob du willst oder nicht. Ich werde mir nicht mehr von meinem toten Vater vorschreiben lassen, wie ich zu leben habe. Versprochen.’

Seine Tränen liefen. Es war ihm egal. Stunden, oder vielleicht waren es auch nur Minuten, vergingen, das Piepen der Monitore unverändert. Immer wieder fuhr Adam mit seinem Daumen über Leos reglose Hand. Plötzlich, kaum wahrnehmbar, bewegte sich Leos Daumen.

‘Leo?’ Adam riss die Augen auf und starrte auf Leos Gesicht. Leos Lider begannen zu flattern, Adams Herz wie verrückt schlagend. Er hätte schwören können, die Welt wäre in Zeitlupe versetzt worden.

Unerträglich langsam öffnete Leo seine Augen. Sein Blick war trüb, verwirrt, doch als er Adam sah, schien sich etwas in ihm zu lösen. ‘Verdammt, Leo, du hast mir solche Angst gemacht’, schluchzte Adam, ohne auch nur daran zu denken, wie verheult er gerade aussehen musste. Leo nahm all seine Kraft zusammen und hob seine Hand, um Adams Gesicht zu berühren.

‘Du weinst’, sagte er, während er mit seinem Daumen eine Träne von Adams Gesicht wischte. ‘Egal’, erwiderte Adam mit einem Schmunzeln. ‘Bist du verletzt?’, fragte Leo, Angst in seinem Gesicht geschrieben.

‘Scheiße, Leo, du liegst im Krankenhaus, angeschlossen an Schläuche, und fragst mich, ob ich verletzt bin?’ Adam schüttelte ungläubig den Kopf. Leo ließ ein leises Lachen hören. ‘Ich bin okay. Brauchst du eine Schwester? Ich kann eine holen’, sagte Adam und war schon fast auf dem Weg, seinen Stuhl und Leo zu verlassen, um auf den Gängen eine Schwester zu suchen.

‘Nein, bleib hier’, stöhnte Leo und hielt mit beiden Händen Adams Hand fest. ‘Ich muss dir was sagen.’

‘Okay?’, antwortete Adam, Verwirrung in sein Gesicht geschrieben.
‘Als ich ohnmächtig war, habe ich immer wieder von diesem einen Tag geträumt. Weißt du, welchen ich meine?’, fragte Leo, sein Blick fest auf Adam gerichtet. Adam musste schmunzeln. ‘Ja, ich glaub schon.’

Leo schluckte schwer, sein Herz so laut pochend, dass es alles andere übertönte. Doch diesmal musste er seine Chance ergreifen. Mit aller Kraft setzte er sich etwas aufrechter hin.

‘In meinem Traum aber endete unser Tag anders’, flüsterte er und suchte dabei Adams Augen. Er hielt Ausschau nach Unbehagen in Adams Gesicht, doch dieser nickte nur ermutigend. ‘In meinem Traum habe ich mich zu dir rüber gebeugt und dich geküsst’, hauchte Leo und richtete seinen Blick schnell auf ihre ineinander verschlungenen Hände, um Adam nicht weiter ins Gesicht schauen zu müssen.

‘Warum tust du es jetzt nicht?’, flüsterte Adam, voller Angst, die zarte Stimmung zwischen ihnen zu zerstören. ‘Was?’, fragte Leo kopfschüttelnd, komplett perplex von Adams Antwort. Sein Blick blieb auf ihren Händen haften.

‘Ich sagte, du sollst mich küssen, du Idiot’, erwiderte Adam, diesmal deutlich energischer als zuvor. Leo zögerte keine Sekunde. Der fehlenden Kraft zum Trotz beugte er sich vor, bis ihre Gesichter nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt waren. ‘Okay’, wisperte Leo.‘Okay’, erwiderte Adam.

Leo schloss die Augen und senkte seine Lippen auf Adams, vorsichtig, sanft, aber auch voll all der Gefühle, die er jahrelang versteckt hatte. Als sich ihre Lippen trennten, schauten sie sich tief in die Augen.

‘War das okay?’, fragte Leo zögernd, nervös.
‘Mehr als okay’, sagte Adam mit einem breiten Lächeln. Leo hatte ihn noch nie so lächeln gesehen, war Adam doch sonst immer von einer gewissen Melancholie umgeben.

‘Ich liebe dich. Schon seit ich denken kann’, wisperte Adam. ‘Gut, ich liebe dich nämlich auch’, erwiderte Leo.

‘Dann hätten wir das ja geklärt.’
‘Das haben wir’, antwortete Leo mit einem Lächeln.

Und wenn sie Stunden damit verbrachten, sich ausgiebig zu küssen, statt eine Schwester zu rufen, dann war das ganz allein ihre Sache.