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Wächter der Lichts

Summary:

In einem Brief liest Klaus etwas über Hüter des Lichts. Hüter? Das klingt doch fast wie Wächter. Wenn es in einem Film um ihn und seine Brüder geht, is es doch nur richtig, dass sie den Film auch zusammen anschauen gehen

 

Oder: Klaus zwingt seine Brüder mit ihm Hüter des Lichts zu schauen

Notes:

Ihr müsst Hüter des Lichts nicht unbedingt geschaut haben, um diese Fic zu lesen. Ich hab versucht die Szenen um die es geht so gut es geht zu beschreiben, aber manche Sachen versteht man auf jeden Fall besser wenn man ihn gesehen hat :3

(See the end of the work for more notes.)

Work Text:

 

Dezember 2012

 

Die Vorbereitungen auf Weihnachten liefen auf Hochtour. Viele Geschenke waren schon fertig, allerdings dachten manche Kinder scheinbar, dass es angemessen ist, ihre Wunschliste erst im Dezember abzuschicken. Als hätte Klaus nicht schon genug Stress.

 

 

Normalerweise stellen die Wichtel die Geschenke her und sortieren die Briefe, kurz vor Weihnachten musste Klaus aber auch oft selber ran. Viele der Wichtel mussten die Geschenke herstellen, weshalb an den anderen Fronten Personal fehlte.

 

 

Dadurch kam es auch, dass Klaus gerade in seinem Büro saß und tausende von Briefen durch laß. Es fiel im schwer, die Augen offen zu halten von der ganzen Arbeit. Wie schafften Rhun und Zeke das bloß jede Nacht?

 

 

Heute war es seine Aufgabe, die Wünsche der Kinder auf Zettel zu schreiben, die dann durch ein Röhrensystem an die Wichtel in der Werkstatt gegeben wurden (Kinder schreiben oft viel zu lange um ihre Wünsche herum und kommen nicht zum Punkt, weshalb es immer eine Person geben muss, die nur das wichtigste weitergibt).

 

 

Körperlich war das zwar weniger anstrengend als am Tag davor, an dem Klaus selber in der Werkstatt an den Geschenken gearbeitet hat, aber Klaus war trotzdem genau so fertig.

 

 

Es war schon sehr spät, oder sehr früh, je nach dem wie man es betrachtet. Es war 4 Uhr morgens und Klaus war am Ende. Seine Augen fühlten sich schwer an und er summte oder murmelte etwas leises um sich wach zu halten.

 

 

Ein Wichtel öffnete die Tür. ,,Santa? Sie sind immer noch hier? Wollen Sie keine Pause machen?“ Klaus zuckte zusammen, aber erkannte im Dunkeln doch die grüne Uniform seines Wichtels und beruhigte sich.

 

 

,,Ich kann keine Pause machen. Wer würde dann die Briefe sortieren?“ antwortete Klaus mit einem Blick auf den Haufen Briefe, der neben ihm lag. Obwohl Klaus die Wichtel die meiste Arbeit machen ließ, war ihm doch wichtig dass alles an Weihnachten perfekt läuft.

 

 

Wenn sie im Frühjahr irgendwas verkacken, ist immer noch das restliche Jahr Zeit, den Fehler zu beheben. Aber wenn im November oder Dezember was schief geht nicht. Deshalb darf es zu keinen Fehlern kommen.

 

 

Was, wenn die Wichtel was vergessen?

Was, wenn sie einen Wunsch übersehen?

Was, wenn sie ein Geschenk nicht so bauen wie es sein soll?

 

 

Nein, Klaus macht das besser selbst, zumindest so viel wie er kann. Der Wichtel sah ihn immer noch etwas besorgt an. ,,Aber Santa-“ ,,Ich hab gesagt mir geht’s gut! Also raus mit dir!“ Der Wichtel zögerte kurz, aber verließ auf Klaus wütenden Blick den Raum.

 

 

Klaus seufzte. Jedes Jahr das Gleiche. Er hatte aber keine Zeit, mit sich selber Mitleid zu haben. Weiter mit dem nächsten Brief.

 

 

Der Brief hatte einen rosanen Umschlag, auf dem in Glitzer Steinen ,,Für Santa“ geklebt war. Santa würde es nicht zugeben und hätte sowieso keine Zeit dazu, aber die Mühe, die die Kinder in ihre Briefe steckten, erfreute ihn jedes Mal.

 

 

Er entfernte den Umschlag und fing an zu lesen. Zu seiner Freude war der Text nicht sehr lang. Der Großteil vom Blatt war nämlich von einem Bild eingenommen.

 

 

Liber Santa,

 

ich find dich ser cool. Du bist meine liblings Person und deshalp hof ich das du mir mein geschenk gibst. Ich will die DVD von hüter des lichts weil ich im kino war und ich in wider kucken wil. Da bist auch du drin! Ich hofe du schenkst mir das bitte

 

von Marie

 

 

Darunter war ein Bild von 5 Personen. Ein strichmännchen mit weißen Haaren, eine Person, die aussah wie ein Kolibri, ein kleines, gelbes Männchen, ein riesiger Hase und jemand der so aussah, wie die meisten dachten dass Klaus aussah, allerdings hatte er mehr Muskeln (auch wenn das natürlich nur schwer möglich war). Neben dem letzten war außerdem ein Pfeil an dem ,,<— du :D“ Stand.

 

 

Klaus starrte das Bild verwirrt an. Je genauer er hinschaute, desto mehr Ähnlichkeiten sah er zwischen den Figuren und ihm und seinen Brüdern.

 

 

,,Hüter? Das ist so ähnlich wie Wächter. Das ganz rechts bin offensichtlich ich, das erkennt man allein an den Muskeln.“ sagte Klaus zu sich selber. ,,Soll der Hase Fips sein? Der ist doch nicht größer als ich! Ha! Der kleine gelbe Mann ist Zeke wie aus dem Gesicht geschnitten! Aber wer sind der Kolibri und der weißhaarige Typ…“

 

 

Normalerweise hätte Klaus schon längst den Wunsch aufgeschrieben und hätte weiter gemacht, aber dieses Geschenk verwirrte ihn etwas. Was ist Hüter des Lichts? Meinen die uns, die Wächter? Ich mein drei von uns sind ja da, überlegte Klaus.

 

 

Er entschied sich, schnell zu googeln und fand heraus, dass Hüter des Lichts ein Kinderfilm ist, der zur Zeit in den Kinos lief. Es ging um Jack Frost und wie er zusammen mit dem Osterhasen, dem Sandmann, der Zahnfee und dem Weihnachtsmann-

 

 

Das ist alles was Klaus lesen musste. Schon war er aus der Tür gerannt und zog sich noch im Rennen seine Jacke an. Er rannte vorbei an dem Wichtel von vorhin, der sich umdrehte und verwirrt ,,Santa?“ rief.

 

 

,,Ich mach doch ne Pause, bin so in 12 Stunden wieder da. 14 höchstens!“ rief Klaus im vorbeirennen. ,,WAS“ schrie der Wichtel panisch, aber Santa war schon auf dem Weg zu Rudolf.

 

 

 

 

Zeke lag mitten in der Wüste. Seine Arme und Beine waren ausgestreckt und die untere Hälfte seines Körpers plus ein Teil seines Brustkorbs waren mit Sand bedeckt, wie bei einer Decke.

 

 

Er starrte in den Nachthimmel und dachte an nichts. Alle Kinder waren schon am schlafen, weshalb er nichts zu tun hatte. Normalerweise würde er jetzt vielleicht etwas anderes machen, aber er konnte sich nicht erinnern, was das war.

 

 

Er wohne nicht einfach so in der Wüste, er hatte eine riesige Sandburg ganz für sich allein. Allerdings vergaß er das einfach manchmal. Dann wanderte er tagelang durch die Wüste und machte Gott weiß was. Nach ein paar Tagen erinnerte er sich dann, dass er ein Zuhause hat und kehrte dorthin zurück.

 

 

In solch einer Phase befand er sich gerade. Er lag unter freiem Himmel und betrachtete die Sterne. Er könnte auch schlafen, aber das hat er seit langem nicht mehr getan und es war mittlerweile zu ungewohnt für ihn. Höchstens ein Nickerchen tagsüber, wenn er WIRKLICH am Ende war erlaubte er sich ab und zu (aber nicht oft).

 

 

Zeke genoss den Nachthimmel, als auf ein mal ein roter Schlitten durch vor dem hell leuchtenden Mond vorbei flog. ,,Huh. Der Weihnachtsmann“ sagte Zeke leicht überrascht.

 

 

Er hob seinen Arm und schoss einen gelb-orangenen Strahl in die Luft, der am Ende wie ein Feuerwerk explodierte. Daraufhin drehte der Schlitten um und kam mit einer sehr holprigen Landung auf dem Boden an.

 

 

Rudolf hatte etwas zu abrupt gestoppt und Klaus wurde in Rekord Geschwindigkeit nach vorne in den Sand geschleudert.

 

 

Er lag mit seinem Gesicht und seiner restlichen Vorderseite im Sand und blieb dort für einige Sekunden liegen, im Versuch, Zekes Lache auszublenden (was nicht funktionierte).

 

 

Klaus rappelte sich mit leisem Fluchen wieder auf und wischte sich den Sand von den Klamotten und aus dem Bart. Zeke lachte ihn immer noch aus.

 

 

,,Ja ja, genug gelacht kleiner Prinz. Steig ein.“

 

 

Zeke lachte immer noch leicht und wischte sich eine Träne aus dem Auge. ,,Was? In das Ding da?“ sagte er, während er mit der freien Hand auf den jetzt halb im Sand verschwundenen Schlitten zeigte. Rudolf hatte scheinbar als einziger keine Schäden von der Landung abbekommen.

 

 

Klaus runzelte die Stirn und trat näher an den Schlitten. Er griff den Rand des Schlittens und versuchte ihn hochzuheben. Er hätte das bestimmt auch geschafft, wäre dieser nicht komplett mit Sand zugelaufen, was ihn nochmal deutlich schwerer machte.

 

 

,,Du willst mich doch verarschen“ flüsterte Klaus zu sich selbst. Er versuchte noch einige Male angestrengt den Schlitten zu bewegen, bis er auf einmal fast aus dem Boden rausgeschossen kam.

 

 

,,Wuahhh!“ Klaus trat mit einem leichten Schrei zurück und blickte zu Zeke. Dieser hatte seine Hände vor seinem Körper zum Schlitten gerichtet und lies sie nun wieder fallen. Es war noch etwas orangener Glitzer daran zu sehen.

 

 

,,Danke“ sagte Klaus etwas genervt (irgendwann hätte er den Schlitten alleine raus geholt). ,,Kein Problem“ antwortete Zeke mit einem zufriedenen Grinsen und setzte sich in den Schlitten. ,,Wo soll’s denn hingehen?“ Klaus setzte sich neben ihn

 

 

,,So eine Art Familientreffen“.

 

 

 

 

Klaus und Zeke standen in Fips Zimmer. Andere Leute würden vielleicht denken, es ist nicht möglich, in das Zimmer von jemandem unbemerkt einzubrechen, vor allem wenn dieser jemand extrem gute Ohren hat. Allerdings wissen diese Leute nicht, dass die Einbrecher der Sandmann und der Weihnachtsmann sind. Das war schließlich Teil des Berufs (auch wenn Zeke mittlerweile seine Arbeit hauptsächlich von zu Hause aus betreibt).

 

 

,,Und jetzt?“ flüsterte Zeke zu Klaus.

 

 

,,Wir müssen ihn aufwecken. Aber ruhig. Wir dürfen ihn nicht erschrecken sonst- OMG ZEKE NEIN!“ während Klaus redete hatte Zeke schon längst etwas lilanen Sand aus einem kleinen Säcken geholt und schmiss diesen Fips jetzt heftig ins Gesicht.

 

 

Fips wachte mit einem lauten Schrei auf und schlug einmal feste in Richtung Zeke, welcher auswich und dadurch Klaus Arm als Ziel festlegte. ,,AUA“ schrie Klaus und hielt sich mit einem schockierten Gesichtsausdruck den Arm.

 

 

Fips Gesichtsausdruck entwickelte sich von Wut zu Erkennen zu Verwirrung (vermischt mit etwas Wut). ,,Zeke? Klaus? Was macht ihr hier“ fragte Fips verwirrt.

 

 

,,Leiden, scheinbar“ antwortete Zeke mit einem Blick auf Klaus, der seinen Arm rieb.

 

 

,,Oh, sorry Klaus. Hab vergessen dass du schon alt und gebrechlich bist“ sagte Fips mit einem leichten Schmunzeln, aber er meinte die Entschuldigung trotzdem ernst.

 

 

Normalerweise würde Klaus jetzt eine Anspielung auf Fips Aggressionsprobleme machen, aber dann würde er nie zu seiner Idee zustimmen. Er lächelte stattdessen also so nett es ging.

 

 

,,Alles gut, ich spür das schon gar nicht mehr“ Fips verdrehte die Augen. ,,Wir haben was vor und du musst mit“

 

 

,,Was? Willst du uns wie deine Wichtel am Nordpool versklaven und für dich Geschenke bauen lassen? Oder brauchst du jemanden der dich über die Straße führt“

 

 

Klaus wurde genervt. ,,Na gut, du hast es so gewollt“ Er machte einen Schritt auf Fips zu.

 

 

,,Hey- Was- Lass mich los Klaus!“ Klaus hob Fips mit beiden Arme aus dem Bett und hielt in nun fest. Fips protestierte und zappelte in Klaus Armen herum. Fips war zwar auch stark, aber Klaus war stärker.

 

 

Nach einigen Sekunden gab Fips auf und seufzte sehr überdramatisch. ,,Na gut, wo willst du denn hingehen“

 

 

,,In ein Hotel“

 

 

 

 

Es war schon später Morgen als Fips, Klaus und Zeke das Hotel betraten (Rudolf wartete wie immer draußen). Als Klaus bei Zeke ankam war es noch dunkel gewesen. Mit der Reise Zeit bis zu den anderen beiden stand die Sonne jetzt allerdings schon hoch am Himmel.

 

Rudolf war eben auch nicht mehr der jüngste oder schnellste. Klaus überlegte, ihn bald zu ersetzen und sich stattdessen etwas moderneres zu kaufen, aber das war ein Thema für einen anderen Tag.

 

 

Sie wurden von einer jungen Dame (?) namens Minty begrüßt, die sehr enthusiastisch auf ihre äußerlichen Ähnlichkeiten zu Klaus aufmerksam machte.

 

 

,,Ähhh ja wir sehen uns sehr ähnlich, können wir wann anders nicht drüber reden, aber wir wollten eigentlich mit Rhun sprechen, is er da?“ sagte Klaus so höflich wie er sich zwingen konnte zu sein.

 

 

,,Oh ja natürlich! Ihr wollt offensichtlich mit eurem Bruder reden, warum wärt ihr sonst hier ha ha. Ich geh ihn sofort holen“ sagte Minty und eilte davon.

 

 

,,Endlich. Dieses Gespräch ging mir deutlich zu lange“ sagte Klaus, während er sich mit zwei Fingern an die Stirn fasste.

 

 

Er erhielt allerdings keinerlei Zuspruch, da Fips sich mit verschränkten Armen auf einem Sessel breitgemacht hatte und Zeke sich am Eingang hinter einer Pflanze versteckte und jedes Mal wenn jemand reinkam mit einer kleinen Handbewegung ihre Schuhe mit Sand füllte und dann wie ein Psychopath lachte.

 

 

Nach ca einer Minute kam Rhun aus einer Tür geschritten, Minty hinter ihm.

 

 

,,Klaus? Was machst du hier? Ist was passiert?“ fragte Rhun leicht besorgt.

 

 

,,Passiert? Oh, nein es ist nichts passiert. Wir wollten nur-“ ,,Wir?“ wiederholte Rhun mit einem verwirrten Blick.

 

 

,,Oh, ja. Fips und Zeke sind dahinten irgendwo. Naja, auf jeden Fall hab ich eine Idee für etwas was wir alle zusammen machen können, wird auch nicht so viel Zeit einnehmen. Es ist auch tagsüber deshalb kann’s dich nicht bei der Arbeit stören“ erklärte Klaus heiter, während Rhun geschockt zusah, wie Zeke seine Gäste belästigte.

 

Rhun drehte sich wieder zu Klaus. ,,Wenn ich mitkomme, verschwindet ihr alle drei aus meinem Hotel, oder?“ ,,Em…ja?“ ,,Okay ich komm mit“

 

,,Ja! Fips! Zeke! Kommt her, Rhun kommt mit!“ rief Klaus den andern beiden zu, die daraufhin, Fips nicht sehr energisch, zu ihnen rübergelaufen kamen.

 

,,Kannst du uns jetzt mal verraten wo wir hingehen? Bringt doch nichts ein Geheimnis draus zu machen wenn wir’s eh gleich sehen“ fragte Fips genervt.

 

 

,,Ich glaub du verstehst den Sinn hinter Überraschungen nicht“

 

 

,,Ich gebe Fips recht, ich muss eh wissen wo du hin willst wenn ich ein Portal öffnen soll“

 

 

,,Ja okay na gut. Bring uns zum Cineplex Kino Aachen!“ befiehl Klaus mit einer dramatischen Pose, bei der er ins nichts zeigte.

 

 

Die anderen schauten ihn verdutzt an. ,,Du willst…mit uns ins Kino gehen?“ fragte Rhun unsicher nach.

 

 

,,Em, Ja? Jetzt öffne einfach das Portal sonst verpassen wir noch den Film!“

 

 

Rhun war immernoch fassungslos, öffnete aber in der nächst gelegenen Tür ein Portal, durch das alle vier hindurch liefen.

 

 

Bevor Rhun das Portal schloss drehte Klaus sich noch einmal um und rief ,,Ach und Minty, lass Rob vielleicht mal rein. Gib ihm Gras oder so, keine Ahnung was der isst“ ,,Wird gemacht!“ hörte Klaus noch, bevor die Tür geschlossen wurde.

 

 

 

 

,,Okay Leute kommt wir kaufen uns die Tickets“ sagte Klaus und lief los, wurde aber von Rhun wieder zurück an seinen vorherigen Platz gezwungen.

 

,,Ooookay. Was ist jetzt los“ ,,Wieso sind wir hier Klaus“ fragte Rhun in einem viel zu ernsten Ton, wenn man die Situation beachtet.

 

 

,,Ich will mit euch ins Kino gehen, ist das denn so schwer zu glauben?“ fragte Klaus empört.

 

 

Seine Brüder starrten ihn alle mit einem Blick der ,,dein Ernst?“ ausdrückte an (Sogar Zeke, der davor viel interessierter an den ganzen riesigen Figuren von Film Figuren, die im Kino standen, interessiert war).

 

,,Ja okay. Also ich will schon mit euch ins Kino gehen, aber es ist ein besonderer Film“ Klaus kicherte etwas und seine Brüder vermuteten langsam wirklich, dass Klaus jetzt wirklich ein Rad ab hatte. ,,Kommt mit!“

 

 

 

 

,,Was. ist. das.“ fragte Fips mit einem sehr verwirrten Blick. Die Brüder standen vor einem gigantischen ,,Hüter der Lichts“ Poster.

 

 

,,Sollst das DU sein?“ fragte Fips mit einem Blick auf den Weihnachtsmann. ,,So große Muskeln hast du nicht“ ,,Diese Darstellung ist sehr unrealistisch“ fügte Zeke hinzu.

 

 

,,Deine ist dafür ziemlich akkurat“ erwiderte Klaus grinsend und Zeke sagte nach ein paar Sekunden ,,Was- Dieses kleine Männchen soll ICH sein? WER AUCH IMMER DAS DESIGNED HAT WIRD NIE WIEDER SCHÖNE TRÄUME HABEN“

 

 

,,Ich hab kein Problem mit meiner Darstellung“ sagte Fips mit einem Blick auf den Osterhasen. ,,Ja, weil er tausend mal besser aussieht als du und wahrscheinlich noch beliebt ist“ murmelte Zeke und erhielt dafür einen Ellbogen in den Bauch.

 

 

Zeke versuchte grade, sich von dem Schlag zu erholen, als Rhun, der davor nur still das Poster betrachtet hat, fragte ,,Wieso seid ihr alle da und ich nicht“. Seine Brüder drehten sich zu ihm um, schauten sich kurz an, und guckten zurück zu Rhun.

 

 

Klaus war der erste der auf Rhun zu ging, einen Arm um seine Schulter schlug und sagte ,,Keine Sorge, Rhun, wenn wir drei in dem Film sind, bist du es sicher auch. Vielleicht warst du einfach zu gruselig für das PosteEUAAH“ Rhun hatte Klaus mit seinen Kräften weggeschoben bevor dieser überhaupt seinen Satz beendet konnte.

 

 

,,Okayyyy genug geredet. Lasst uns einfach die Karten holen und rein gehen“ ,,Wozu brauchen wir Karten?“ fragte Zeke mit einem (zu) unschuldigen Blick. ,,Was meinst- oh mein Gott ZEKE NEIN! LASS UNS DOCH EIN MAL NORMAL SEIN!“ rief Klaus als er sich umdrehte und sah, dass jede einzelne Person im Kino tief und fest am schlafen war.

 

 

Klaus zuckte nach einigen Sekunden mit den Schultern. ,,Naja, kann man nichts machen. Jetzt is es eh zu spät um zu bezahlen. Lasst uns einfach rein gehen. Wenigstens stört uns jetzt niemand beim gucken“. Die vier liefen zu ihrem Saal (zum Glück funktionierte die Anzeige Tafel noch, sonst wüssten sie nicht wo sie hin müssen), Rhun ganz hinten, bis Fips etwas langsamer wurde und zu ihm sagte ,,Mach dir wirklich keine Sorgen, Rhun. Sogar ZEKE ist in diesem Film und der wird immer vergessen“ Das brachte Rhun zum Lächeln

 

 

 

 

(Die Sitzreihenfolge ist wenn du von vorne schaust Klaus, Zeke, Fips und dann Rhun)

 

 

Am Anfang des Films sagte niemand was. Alle schauten erstmal auf den Bildschirm und versuchten zu verstehen, was gerade passiert.

 

 

Jack Frost (so heißt die Hauptfigur, wie sie später erfuhren) schwebte gerade aus dem Wasser heraus und führte einen Monolog.

 

 

Fips wollte gerade einen Kommentar darüber abgeben, was für einen seltsamen Film Klaus sich ausgesucht hatte, als Jack anfing den Mond zu beschreiben.

 

 

Keiner sagte etwas, aber die Stimmung wurde leicht angespannt. Sie alle erinnerte der Mond an das Gleiche, und die altertümlichen Klamotten des Protagonisten halfen nicht dabei, den Gedanken an Eos zu verdrängen.

 

 

Allen vier, aber vor allem Klaus, war ein wenig unwohl mit dem Gedanken, aber Zeke verspürte auch einen kleinen Anteil an Traurigkeit, da der Mond so positiv und schützend gezeigt wurde. So wie Eos es vielleicht hätte sein können. Wäre Iris nicht gestorben…

 

 

Die etwas angespannte Stimmung wurde zum Glück gebrochen, als Jack Frost einen Stab aufhob und Zeke ein ,,Einfach du“ in Rhuns Richtung wurf, welcher ihn nur kurz anschaute und seine Augen dann wieder auf die Leinwand richtete.

 

 

 

 

Klaus war der erste, der ein kleines ,,ouhhh“ zu hören lies, als der Nordpol gezeigt wurde.

 

 

Seine Brüder beschäftigten sich jetzt mit der Frage, warum der Weihnachtsmann russisch war, aber Klaus achtete nur auf das naughty und nice tattoo auf den Armen des Weihnachtsmanns.

 

 

,,Das brauch ich auch“ flüsterte er und schrieb sich gedanklich auf, sich so ein tattoo auch stechen zu lassen.

 

 

Die anderen beobachten grade, wie der Weihnachtsmann eine Achterbahn aus Eis baute und alle drei fragten sich in ihrem Kopf, ob Klaus so wohl auch reagiert, wenn er denn auch mal selber die Geschenke der Kinder bastelt.

 

 

Rhun kann sich ein leichtes schmunzeln bei dem Gedanken nicht verkneifen, doch wird aus seinen Gedanken gerissen, wenn in dem Film ein Jeti artiges Wesen die Tür aufmacht.

 

 

,,Huh.“ sagt Rhun in einem überraschten Ton, denn das Ding erinnert ihn irgendwie an Harry.

 

 

 

 

Rhun betrachtete mit misstrauischem Blick den Bildschirm. Ein Kolibri hatte gerade einen Zahn unter einem Kissen hervorgeholt, aber weil sehr viele von solchen Kolibris herumflogen, vermutete er, dass diese seine Helfer darstellen sollten.

 

 

Er wartete also etwas neugierig darauf, sich selbst zu sehen. Aber als er eine Kolibri artige Frau sah, die offensichtlich die Zahnfee darstellen sollte, sprang er aus seinem Sitz auf.

 

 

,,DAS SOLL ICH SEIN?“ schrie Rhun, auch wenn es mehr nach Darks Stimme klang. Er sah die Leinwand an als wolle er sie töten.

 

 

Seine Brüder kriegten sich gar nicht mehr ein vor Lachen. Fips wäre fast an einem Stück Popcorn verschluckt und Zeke hatte seine halbe Cola wieder ausgespuckt (Kurz bevor der Film anfing wollte Zeke sich unbedingt noch was zu trinken holen und weil eh niemand zum bezahlen da war sind er und Fips einfach hinter die Theke gegangen und haben sich was genommen). Klaus lachte das wahrscheinlich längste Ho Ho Ho das es jemals gab und Rhun war kurz davor sie alle in Kellerasseln zu verwandeln.

 

 

,,Ich werde dem Erschaffer dieses Films die Zähne raus reißen“ beschloss Rhun mit einem etwas zu ernsten Blick. Dann setzte er sich wieder hin und murmelte irgendwas über eine Frechheit.

 

 

 

 

Der Sandmann erschien.

 

 

,,Ohhh so eine Wolke brauch ich auch“ sagte Zeke, während er die leuchtende Sand Wolke musterte, auf der der Sandmann stand.

 

 

,,Ich weiß nicht, ich find das ziemlich out of character. Du würdest niemals jemandem schöne Träume geben. Wenigstens stimmt das Äußere dafür überein“ sagte Fips, wofür er einen Strohalm ins Gesicht geworfen bekam.

 

 

Die Witze über das Aussehen bekam Fips direkt danach beim Auftauchen des Osterhaden zurück, welcher laut allen (außer Fips) viel zu groß und mächtig aussah, um Fips zu sein.

 

 

 

 

Die vier Brüder würden wahrscheinlich alle verschiedene Antworten geben, wenn man sie fragt, wer der beste Wächter ist. Aber eines ist für alle klar: Wächter sein ist cool.

 

 

Deswegen brachen auch alle vier in höllisches Gelächter aus, als Jack Frost sagte, er will kein Hüter sein. Die Vorstellung ist ja albern.

 

 

Leider dauerte das Lachen aber nicht lang genug an, um einen bestimmten Satz vom Weihnachtsmann zu übertönen. Er fing nämlich an davon zu sprechen, wie der Mann im Mond Jack Frost ausgewählt hat.

 

 

Während der Szene herrschte wieder die etwas unangenehme Stimmung wie davor, die aber niemand ansprechen wollte. Sie alle wussten, dass sie Eos auf dem Mond eingesperrt haben, aber man musste es ihnen ja nicht dauernd vor die Nase halten.

 

 

Die Stimmung wurde aber zum Glück wieder aufgelockert, als der Weihnachtsmann davon sprach, was in seinem inneren war. Nämlich eine winzig kleine Matroschka Puppe mit riesigen Augen. Und obwohl die Wächter sich offensichtlich an dem Anblick amüsierten, fing Klaus beinahe an zu leuchten, als er für seine Kreativität und seine Geschenke komplimentiert wurde (die anderen würden wahrscheinlich argumentieren, dass diese Beschreibung spezifisch an den Weihnachtsmann im Film gerichtet war, aber in dem Moment wollte ihm niemand die Freude rauben).

 

 

Es fielen natürlich den ganzen Film über Kommentare wie ,,Ich wünschte du könntest auch nicht reden, Zeke. So wie der Sandmann da“ oder ,,Guck mal, der Weihnachtsmann ist paranoid. Passt zu dir, Klaus“, aber es wurde alles mit Humor genommen und es war eine angenehme Atmosphäre.

 

 

 

 

Die Wächter sahen leicht berührt zu, wie die Zahnfee anfing, ihre Kräfte zu verlieren. Rhun meinte zwar leicht spöttisch ,,Ich würde niemals so schnell meine Kräfte verlieren“ , hatte aber doch Sympathie mit der fiktiven Darstellung seiner selbst.

 

 

Die Wächter fragten sich kurz, ob diese Regeln vielleicht auch für sie gelten, dass sobald die Kinder aufhören, an sie zu glauben, sie auch schwächeln würden. Allerdings hatten sie ihre Kräfte ja schon vor ihren Titeln und dem Glauben der Kinder, also war das ziemlich unwahrscheinlich.

 

 

Trotzdem…vielleicht sollte Klaus in den nächsten Jahren mal wieder in die Öffentlichkeit treten, damit die neue Generation ihn nicht vergisst, überlegte er. Vielleicht sollte er einen Song rausbringen…

 

 

Die Szene nahm dann eine positive Wendung, in der die Wäch- eh, die Hüter, zusammen arbeiteten, um die Zähne einzusammeln. Während die fünf Hauptfiguren sich dabei stritten und mit Hilfe ihrer Kräfte um die Wette sammelten, mussten die Brüder lächeln. Alle blickten aufmerksam auf den Bildschirm und taten es daher unabsichtlich, aber sie saßen alle mit dem gleichen Gesichtsausdruck und den gleichen Gedanken da.

 

 

Denn sie wussten genau, dass, würden sie diese Aufgabe ausführen müssen, es genau so enden würde. Zeke, Fips und Klaus würden durch die Häuser rennen und sich gegenseitig sabotieren, während Rhun seinen Job richtig macht und das Chaos nicht mal mitbekommt, bis es in einem Unfall endete.

 

 

Deshalb war Rhun auch sehr dankbar, dass er bei seinem Job nicht auf die Hilfe seiner Brüder angewiesen war. Sie würden wahrscheinlich mehr Komplikationen als Hilfe mit sich bringen.

 

 

 

 

Die Wächter fingen an, wirklich Freude an dem Film zu haben und mussten sogar ein paar mal lachen. Die Stimmung war sehr heiter und vor allem Zeke freute sich natürlich über „seine“ krasse Action Szene, in der er mit Leichtigkeit gegen Pitch Black kämpfte.

 

 

Naja, zumindest bis zu einem gewissen Punkt…

 

 

,,IHR DRECKIGEN HUNDE!“ schrie Zeke wütend in Richtung der Leinwand. Seine Brüder zuckten zusammen. Sie waren genau so überrascht von dem Tod des Sandmannes wie er, nur halt nicht so attached.

 

 

Zeke saß jetzt nicht mehr auf seinem Platz, sondern stand, genau so wie Rhun zuvor, wütend mit seinen Händen auf dem vorderen Sitz abgestützt.

 

 

,,Der Sandmann kann nicht sterben. Ich bin unsterblich. DAS IST ALLES FALSCH. VON WO HABEN DIE IHRE QUELLEN?“ rief Zeke wütend, während er vor seinen Brüdern hin und her lief.

 

 

,,Frag ich mich mittlerweile auch, ich mein, ich wär niemals so traurig wenn du sterben würdest“ kommentierte Fips. Plötzlich packte Zeke Fips am Kragen (oder Fell? Niemand ist sich sicher) und hob ihn aus seinem Sitz.

 

,,DU HÖRST MIR JETZT MAL GANZ GENAU ZU DU ZU GROSS GEWACHSENE RATTE-“ ,,Zeke!“ Klaus stand nun auch und schaute seinen Bruder böse an. ,,Beruhig dich. Es ist nur ein Film. Ein KINDERfilm und nur weil wir ihn schauen ist das kein Grund sich wie Kinder zu benehmen“ sagte Klaus in einem ernsten Tonfall.

 

 

Zeke starrte ihn für einige Sekunden verdutzt an, bis sein Gesichtsausdruck wieder genervt war und er Fips losließ, welcher ein überraschtes quietschen ausließ.

 

 

Rhun hat erst angefangen seine Brüder zu beachten, als Zeke Fips hochhob. Davor war er auf den Film konzentriert, denn das übertriebene Verhalten von Zeke war er schon gewöhnt.

 

 

Zeke und Fips hatten sich schon immer oft gestritten, aber keiner der beiden meinte es ernst und das wussten sie. Dieser Witz von Fips musste Zeke wirklich getroffen haben, warum auch immer, denn das war bei weitem nicht das schlimmste, was je zu ihm gesagt wurde. Als Zeke sich hinsetzte warf Rhun ihm einen verständnisvollen Blick zu.

 

 

Zeke saß wieder auf seinem Platz und schmollte. Obwohl, schmollen konnte man das nicht wirklich nennen, denn Fips Worte hatten ihn irgendwie getroffen. Normalerweise hätte er nicht so überreagiert und einfach einen fiesen Spruch zurück gesagt, aber in letzter Zeit ging es ihm wieder schlechter.

 

 

Letzte Woche war er ausnahmsweise selbst unterwegs gewesen, um die Kinder zum schlafen zu bringen, was er normalerweise aus der Wüste her tat. Während er in dem Zimmer eines kleinen Jungen stand hörte er, wie die Eltern sich vor der Tür stritten. Dabei viel der Name Iris.

 

 

Zeke ignorierte seine Schuldgefühle schon seit über 500 Jahren und ganz bestimmt würde er jetzt nicht damit anfangen, sie zu konfrontieren. Das hatte allerdings zur Folge, dass jede Erinnerung an Iris ihn völlig aus dem Konzept brachte.

 

 

Nach solchen Ereignissen oder, was noch viel schlimmer war, dem Jubiläum von ihrer Verbrennung, ging es Zeke immer beschissen. Oft war das dann auch die Zeit, in der er vergaß, wo er wohnte und seine Emotionen explosiver waren als sonst.

 

 

Gerade als Zeke darüber nachdachte und sich erinnerte,  dass er tatsächlich nicht obdachlos war und mitten in der Wüste lebte, stupste Fips ihn von der Seite mit seinem Ellbogen an.

 

 

Zeke wurde aus seinen Gedanken gerissen und schaute leicht verwirrt zu seinem Bruder rüber. Dieser hatte einen Blick auf dem Gesicht der sagte ,,hey, sorry dass ich das gesagt hab ich hab das nicht so gemeint es sollte ein Witz sein aber ich kann mich nicht verbal entschuldigen deswegen hier“ und hielt ihn seinen Popcorn Becher hin.

 

 

Obwohl Fips nichts gesagt hatte, verstand Zeke, was er ihm sagen wollte (Geschwister eben). Er lächelte etwas und nahm sich eine Hand voll Popcorn. Klaus beobachtete die beiden von der Seite und musste schmunzeln.

 

 

 

 

Klaus überlegte kurz, ob Fips und Zeke über das Popcorn teilen irgendwie Körper getauscht hatte , denn jetzt war Fips derjenige, der sich lautstark beschwerte. Er war zwar nicht so aggressiv wie Zeke (überraschender Weise), aber er schien wirklich empört zu sein.

 

 

Klaus hatte kein Problem mit der Darstellung seiner Fabrik und Rhun war zu konzentriert auf das Character Design der Zahnfee um dem Palast überhaupt Beachtung zu schenken. Bei Fips war das anders.

 

 

Ihm gefiel es ganz und gar nicht, dass sein ,,Zuhause“ eine mit Gras bewachsene Höhle ist, in der riesige Steinwesen Leben. Auf Klaus Hinweis, dass er doch jahrelang auf den Osterinseln gelebt hat und sogar überlegt, wieder zurück zu ziehen, antwortete Fips nur mit einem sehr intensiven Blick.

 

 

Er schien allerdings beeindruckt und gleichzeitig verstört von dem Gedanken, dass die Ostereier laufen können und sich selbst bemalen. ,,Ich muss herausfinden wie das geht. Ihr wisst nicht wie stressig das ist jedes Jahr tausende von Ostereiern alleine anzumalen“ beschwerte er sich. Fips beschwerte sich noch eine ganze Weile weiter, aber einer, der das alles nicht mitbekommen hatte, war Rhun.

 

 

Am Anfang von Fips rant hatte er noch zugehört, aber dann wurde er abgelenkt. Ein kleines Mädchen war ausversehen in die Höhle des Osterhasen geschlüpft und begleitete die Hüter jetzt bei der Bemalung der Ostereier.

 

 

Das erinnerte Rhun an etwas…

 

 

Es war schon einige Jahre her, aber er konnte sich noch recht klar daran erinnern. Ein kleines Mädchen, Jule? Hieß sie so? Oder war es Julia? Doch, es war Julia. Sie war in einen Brunnen im Wald in der Nähe des Hotels gefallen und er hat ihr geholfen.

 

 

Das Mädchen im Film hatte auch blonde Haare. Rhun hätte gesagt, sie könnten im gleichen Alter sein, aber wenn du über 500 Jahre alt bist wird das mit dem Alter einschätzen ein bisschen schwer.

 

 

Rhun hatte sich damals gefragt, was sie alleine im Wald tut und ihr seine Zahnseide geschenkt. Er hofft, dass es ihr jetzt gut geht. Er interagierte beinahe nie mit Kindern, normalerweise (oder, eigentlich immer) schliefen sie. Die paar Male, wo er Kindern geholfen hat oder einfach nur mit ihnen geredet hat, haben also einen besonderen Platz in seinem Gedächtnis.

 

 

 

 

Der Film war danach sehr auf Jack Frost fokussiert, was auch Sinn macht, er war schließlich die Hauptfigur. Obwohl die Wächter lieber sich selbst sehen wollten, waren sie doch etwas invested. Sie hatten sehr viel von der Storyline mitbekommen, dafür, dass sie fast dauerhaft geredet haben.

 

 

Trotzdem war der beste Teil natürlich, als die Hüter wieder zurück kamen, um Jack Frost zu helfen. Auch wenn sie jetzt alle schwach waren, hatte wenigstens jeder etwas, über was er sich lustig machen konnte.

 

 

,,HA! Klaus du bist alt!“

,,Also du hast hier mal gar kein Rederecht, du bist ein Kaninchen“

,,Ihr habt beide kein Rederecht und seid beide schwach, würde ICH noch leben hätten die den schon längst besiegt“

,,Wer?“

,,ICH!“

,,Nein, WER HAT GEFRAGT“

 

 

Der NOCH bessere Teil war dann, als alle ihre Kräfte wieder zurück bekamen und gemeinsam kämpften. Klaus Ego sagte ihm jetzt dass er mit Schwertern kämpfen konnte und das von Fips dass er jeden mit einem Boomerang in die Flucht schlagen könnte. Rhun wünschte sich jetzt etwas dass er auch fliegen könnte, einfach weil‘s cool aussah.

 

 

Zeke war immer noch etwas sauer, dass der Sandmann tot war. Vor allem, weil jetzt sozusagen seine Brüder zusammen arbeiteten und er nicht dabei war.

 

 

,,Naja, wenigstens bin ich in magischer Sandform da“ sagte Zeke ironisch. ,,Würdest du mit kämpfen wär der Kampf doch viel zu schnell vorbei“ antwortete Klaus und stupst ihn dabei leicht mit dem Ellbogen an, woraufhin Zeke grinsen muss.

 

 

,,Huh. Du hattest Recht Klaus“ sagt Fips leicht überrascht nur eine Minute später. Der Sandmann war wieder da (bei der Szene hat Zeke so laut und schrill geschrien dass allen fast das Trommelfell geplatzt wäre) und hatte den Kampf tatsächlich in unter 10 Sekunden beendet. Das kam sogar für Zeke unerwartet, aber er wollte sich nicht beschweren.

 

 

 

 

Der Rest des Films beinhaltete eine Schneeballschlacht, die endgültige Vertreibung von Pitch Black und die Zeremonie von Jack Frost zu einem Hüter.

 

 

Klaus hatte kleine Tränen in den Augen als der Abspann anfing.

 

 

,,Weißt du, Klaus, ich fand den Film eigentlich ganz-“ Rhun brach mitten im Satz ab, als er Klaus Gesicht sah. Klaus versuchte mit aller Kraft, seine Tränen vom runterfließen abzuhalten. Dadurch war sein ganzer Körper angespannt und er sah extrem gequält aus, als würde er die Luft anhalten (was er auch tat).

 

 

,,Ehm…Klaus? Geht’s dir gut?“ fragte Fips ihn leicht besorgt. Klaus nickte nur, was aber auch sehr gezwungen aus sah. Keiner wusste so genau, was er machen soll, also tätschelte Zeke Klaus einfach ein paar Mal auf die Schulter.

 

 

Als Klaus sich schließlich nicht mehr zurück halten konnte und ein gefühlter Wasserfall sein Gesicht runter lief warf Zeke seinen andern beiden Brüdern einen nach Hilfe schreienden Blick zu. Diese verkniffen sich ihr Lachen und zuckten nur mit den Schultern.

 

 

Zeke war komplett überfordert und wusste gar nicht, was er tun sollte, deshalb tätschelte er Klaus einfach weiter.

 

 

Nach ein paar Sekunden atmete Klaus einige Male tief ein und aus, wischte sich die Tränen vom Gesicht, tätschelte zwei mal Zekes Hand als Zeichen, dass er aufhören kann, und stand auf.

 

 

,,Keine Sorge Brüder, es geht mir wieder gut“ verkündete Klaus. ,,Der Film war am Ende nur so…schön“ Klaus sah wieder ganz emotional und als wolle er anfangen zu weinen aus, was Fips und Rhun über die Grenze schob. Beide brachen in lautes Gelächter aus und kriegten sich gar nicht mehr ein.

 

 

Sie lachten nicht mal wegen Klaus, sondern wegen Zekes ängstlichen Blick als er gesehen hat, dass Klaus vielleicht wieder weinen muss, denn er weiß NICHT wie man Leute tröstet.

 

 

An einem anderen Tag wär Klaus vielleicht etwas beleidigt gewesen, aber er sah nur seine lachenden Brüder und war glücklich, dass sie sich alle mal wieder sehen konnten. Auch wenn es, zu seinem Wissen, auf seine Kosten war, freute sich Klaus, dass seine Brüder was zu Lachen hatten.

 

 

 

 

,,Weißt du Klaus, der Film war gar nicht so Scheiße wie ich erwartet hab“ gab Zeke beim rauslaufen aus dem Saal zu.

 

 

,,Ich muss Zeke zustimmen. Ich fand den Film ziemlich amüsant“ sagte Rhun. Fips nickte nur zustimmend.

 

 

,,Ich finds schön, dass wir mal wieder was zusammen gemacht haben. Wir sehen uns viel zu selten“ antwortete Klaus.

 

 

,,Ist ja nicht unsere Schuld, dass du am Arsch der Welt lebst wo wir uns alle sofort in Eisblöcke verwandeln würden“ entgegnete Fips sarkastisch.

 

 

,,Also erstens wär das der Kopf der Welt, ich wohn ihn Norden, nicht im Süden. Und zweitens is es nicht meine Schuld dass du keine Zeit hast sobald ich frei hab und Rhun und Zeke die ganze Nacht durcharbeiten und tagsüber wie Leichen rumlaufen“

 

 

Zeke stöhnte genervt. ,,Leute, wirklich es juckt niemanden. Wir haben halt alle ein stressiges Leben was sollen wir machen.“ Er grinste. „Manche haben’s halt nur stressiger als andere“  sagte er, während er mit seinem Kopf in Rhuns Richtung deutete.

 

 

Klaus schnappte über dramatisch nach Luft. ,,Was soll das denn heißen? Weihnachten is genau so- warte. Scheiße! Weihnachten!“ Klaus hatte über die letzten Stunden scheinbar vergessen, dass Weihnachten nur knapp 2 Wochen weg war.

 

 

,,Bruder, wie hast du denn Weihnachten vergessen. Du hast EINEN Job“ machte Zeke sich über ihn lustig. ,,Ja Maul jetzt Zeke, du vergisst manchmal wo du wohnst“ unterbrach ihn Fips.

 

 

Bevor die beiden eine unnötige Diskussion anfangen konnten und die Situation eskalieren könnte, schritt Rhun ein. ,,Da wir gerade darüber sprechen, soll ich euch jetzt nach Hause bringen oder wollt ihr noch weiter dumm rum stehen und Klaus in eine Panik Attacke versetzen.

 

 

Alle Köpfe drehten sich zu Klaus. Der hatte mittlerweile eine kleine Papiertüte in der Hand, in die er sehr schnell durch den Mund ein und aus atmete. Seine Brüder schauten ihn nur leicht verstört an (von wo hat er diese Tüte bekommen?)

 

 

,,Ehh ja okay hast recht. Wir wollen ja nicht dass der alte Herr hier an nem Herzinfarkt stirbt“ Während Fips das sagte, klopfte er Klaus ein Mal fest auf den Rücken, wodurch die Papiertüte mit Schwung aus seiner Hand flog und Klaus ein seltsames, husten-artiges Geräusch machte. Klaus atmete tief ein und wieder aus.

 

 

,,Danke Fips. Und jetzt komm, lasst uns alle nach Hause gehen damit ich Weihnachten vorbereiten kann.“

 

 

Auf die Aussage öffnete Rhun mit seinem Zepter die Tür, durch der sie vorhin reingekommen waren. Diesmal zeigte es allerdings das Innere von Fips Wohnung.

 

 

,,Okay Leute bis dann“ Fips trat durch das Portal, drehte sich nochmal umzudrehen fügte hinzu „War heute echt gar nicht so Scheiße mit euch abzuhängen“

 

 

Rhun nickte ihm zu und Zeke winkte ihm lächelnd.

 

 

,,Man sieht sich, Klopfer“ rief Klaus ihm zu und kurz bevor die Tür sich endgültig schloss konnte er noch sehen, wie Fips Gesicht, was vorher lächelte, ihn noch kurz genervt ansah.

 

 

Als nächstes öffnete Rhun das Portal zu Zekes Sandburg. Zeke schaute mit weit geöffneten Augen durch den Türrahmen.

 

 

,,Ohhh so sieht mein Haus aus. Hatte ich schon fast vergessen“  ,,Du hast es vergessen, Zeke“ ,,Stimmt, hab ich vergessen“

 

 

Klaus schmunzelte. Er würde wirklich gerne mal sehen, was in Zekes Kopf abging. Zeke trat durch die Tür und schaute sich kurz um, als würde er sich wieder erinnern wie das alles aussah. Dann drehte er sich wieder zu seinen Brüdern.

 

 

,,War by the way ziemlich cool heute. Was netteres darf ich nicht sagen, wär out of character denk ich“ Rhun und Klaus schauten ihn nur, wie so oft, wenn Zeke unsinnige Dinge sagte, verwirrt an. ,,Naja egal, tschüss auf jeden Fall. Obwohl wartet! Eine Sache noch“

 

 

Rhun und Klaus musterten ihn, während Zeke hinter sich griff. Rhuns Augen weiteten sich und er schlug schnell die Tür zu, bevor Zeke die beiden komplett mit Sand voll schmeißen konnte.

 

 

Rhun atmete erleichtert aus. ,,Zum Nordpol, richtig?“ fragte er, obwohl er das Portal schon beim sprechen öffnete. ,,Jap, genau. Danke, Rhun. Ich lass dir an Weihnachten Schokolade da“ witzelte Klaus. Rhun verzog nur das Gesicht.

 

 

Doch bevor Klaus durch da Portal gehen konnte, stoppte ihn ein Arm vor seiner Brust.

 

 

,,Warte. Is dein Rentier nicht noch in meinem Hotel?“ ,,Oh“ Das hatte Klaus ganz vergessen.

 

 

,,Aaach der schafft das schon den Weg zurück alleine zu finden. Sag ihm einfach er soll bis zum 15. wieder da sein. Bis dahin kann er ja ein bisschen Pause machen“ beschloss Klaus, scheinbar unbesorgt.

 

 

Rhun verstand zwar nicht ganz, von was Rob eine Pause braucht, er hatte ja gerade fast ein Jahr Pause gehabt, aber er wollte Klaus nicht weiter hinterfragen. Er lies seine Hand fallen und Klaus trat durch das Portal in sein Büro.

 

 

,,Mach’s gut, Rhun. Vielleicht trifft man sich ja mal wieder an Weihnachten“ Es war bisher zwar nur ein Mal passiert, aber trotzdem blieb die Erinnerung prägend im Gedächtnis von Rhun und Klaus.

 

 

Klaus hatte gerade ein Geschenk unter den Weihnachtsbaum gelegt (der in diesem Haus seltsamer Weise direkt im Kinderzimmer stand) und auf einmal öffnete sich die Tür und Rhun stand vor ihm. Die beiden schauten sich einige Sekunden einfach nur verdutzt an.

 

 

,,Rhun?“ ,,Klaus?“ ,,Shhh!“ ,,Wa- Du hast doch zuerst geredet?“ ,,Ja, aber shhh! Das Kind schläft“ ,,Ich weiß, sonst wär ich doch nicht hier“  ,,Wieso genau bist du hier?“ ,,Wieso- Es ist mein JOB!“ flüster-schrie Rhun. Klaus  registrierte diese Information kurz und antwortete aufrichtig ,,Sogar an Weihnachten?“

 

 

Rhun war kurz verwirrt von Klaus ernstem Gesichtsausdruck.

 

 

,,Ja, Klaus. Auch an Weihnachten. Ich arbeite jede Nacht“ antwortete er schließlich.

 

 

,,Also DAS wusste ich schon, ich dachte nur vielleicht nimmst du dir an so nem wichtigen Feiertag mal frei oder so“ Rhun verdrehte die Augen.

 

 

Klaus überlegte kurz, machte eine seltsame Handbewegung, die gelbe Magie erzeugte und warf Rhun den daraus entstandenen kleinen Beutel zu.

 

 

,,Frohe Weihnachten, Rhun. Arbeite heute nicht zu lange“ Klaus lächelte Rhun an und verschwand durch das Fenster auf seinen Schlitten.

 

 

Rhun betrachtete den kleinen, roten Beutel in seiner Hand. Er war mit ein grünen Schnur zugeschnürt, an der ein Zettel mit ,,Für Rhun :D“ als Aufschrift stand. Rhun starrte sein Geschenk noch eine Weile an und packte es dann in seine Hosentasche.

 

 

Als er den Beutel später öffnete, schauten ihn zwei riesige Augen an. Rhun musste lächeln. In dem Beutel befand sich ein kleiner Schlüsselanhänger in From eines Zahns, aber auf den Zahn war ein lächelndes Gesicht mit Kulleraugen gemalt. Das Gesicht passte nicht zu seinem Aussehen und er hatte auch keinen Schlüssel, aber das hinderte ihn nicht daran, den Anhänger seit diesem Abend immer in seiner Tasche dabei zu haben.

 

 

,,Vielleicht“ antworte Rhun schließlich mit einem warmen Lächeln. Doch bevor er die Tür komplett schloss, fiel im noch was ein.

 

 

,,Klaus!“ ,,Ja?“ ,,Wie haben wir eigentlich den Film geguckt, wenn alle Mitarbeiter im Kino geschlafen haben?“ Klaus grinste.

 

 

,,Was is das für eine Frage. Mit der Kraft der Weihnacht natürlich“ Dann wurde die Tür geschlossen.

 

Notes:

Die Idee is schon seit Wochen in meinem Kopf aber es ist SO schwer zu schreiben wie Leute auf Film Szenen reagier TAT

Ich hoffe das zu lesen war jetzt nicht zu umständlich weil ich ja immer erstmal die Film Szene beschreiben musste :,)