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“Justus”, Peters Stimme klang besorgt, “Das Wasser steigt!”
“Wir sind in einem Auffangbecken für Regenwasser. Wahrscheinlich gab es irgendwo einen Schauer. Kein Grund zur Sorge, Peter.”, antwortete Justus ruhig.
“Wenn das Becken zu voll wird, öffnet sich dieses Tor und entlässt das Wasser in die Kanalisation oder direkt ins Freie.”, ergänzte Bob und lenkte den Lichtkegel auf ein Stahltor. “Darüber ist eine Füllstandanzeige. Siehst du den roten Strich?”
“Du meinst, dann öffnet das Tor?”, fragte Peter. Justus und Bob nickten beruhigend.
“Ich finde trotzdem, dass wir hier schnell einen Weg hinausfinden sollten.”, sagte Peter und behielt die Anzeige wachsam im Auge. Der Zeiger stieg weiterhin an.
Justus’ Taschenlampe flackerte über die Wände, natürliches Licht gab es hier nicht. Er suchte eine Markierung. Bob half ihm.
“Kollegen, wir können nicht mehr zurück, wie wir reingekommen sind. Der Gang steht inzwischen völlig unter Wasser.”, bemerkte Peter nach einer Weile.
“Muss ein heftiger Regen sein.” Sie hörten einen Donnerschlag. “Oder ein Gewitter. Wir warten einfach, bis der Überlauf sich öffnet. Meinen Berechnungen nach sollte beim Erreichen der roten Linie noch genug Luft zwischen Wasseroberfläche und Decke vorhanden sein, um atmen zu können.”
Der erste Detektiv klang angespannt, aber selbstsicher.
“Das Wasser ist ganz schön kalt.”, bemerkte Bob. Der Pegel stieg weiter. Bob musste sich schon auf die Zehenspitzen stellen.
“Wenn sich der Überlauf öffnet, könnte das eine ganz schöne Strömung werden.”, bemerkte Peter.
“Wir sind alle gute Schwimmer und Taucher. Das Becken sollte bei der Größe des Tors schnell entleeren. So lange können wir auf jeden Fall die Luft anhalten.”
Spannung lag in der Luft.
“Der Zeiger ist gleich bei Rot. Macht euch bereit.”
Alle drei traten Wasser, hielten die Köpfe schräg, um noch zwischen Wasser und Decke zu passen.
“Rot!”, rief Peter und holte tief Luft. Nichts geschah.
“Jetzt steigt er darüber.”
